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Antrag der UWG findet breite Mehrheit im Stadtrat

Der Energiemanager kommt – unbefristet

Gronau

Die Stadt schreibt eine Stelle für einen Energiemanager aus, der eruieren soll, wo weitere Einsparpotenziale in der Energiebilanz bei den städtischen Liegenschaften vorhanden sind. Auf Antrag der UWG soll die Stelle unbefristet sein. Der Stadtrat folgte dem Ansinnen. Ursprünglich sollte sie zunächst auf drei Jahre befristet sein.

-rs-

In der städtischen Gebäudetechnik steckt jede Menge Energie-Einsparpotenzial, das der Energiemanager offenlegen soll. Foto: Oliver Schwabe

Wo können in den städtischen Liegenschaften die Strom-, Wärme- und auch Wasserverbräuche optimiert werden? Der Energiesachbearbeiter im Rathaus hat dazu in der Vergangenheit manchen Vorschlag in die Tat umsetzen können und so dazu beigetragen, dass nicht nur Ressourcen geschont, CO2 eingespart und – nicht zuletzt – auch das Stadtsäckel entlastet wird. Verwaltung und Politik wollen ihre Anstrengungen in diesem Bereich jetzt intensivieren: Einstimmig hat der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung daher dem Verwaltungsvorschlag zugestimmt, einen Energiemanager einzustellen. Dies ist auch im städtischen Klimaschutzprogramm so vorgesehen.

Die Verwaltung hatte vorgeschlagen, die Stelle befristet für zunächst drei Jahre auszuschreiben. Es winkt eine Förderung von 70 Prozent, die neben dem Gehalt des Energiefachmanns auch Kosten für externe Dienstleister (für Unterstützung beim Aufbau eines Energiemanagementsystems), Software, Beschaffung von Messtechnik und Fortbildungen umfasst. Rund 121 000 Euro stehen in der Summe als Eigenanteil für den genannten Zeitraum im Raum. Dabei wird es jedoch nicht bleiben: Denn auf Antrag von Jörg von Borczyskowski (UWG) wird die Stelle nunmehr unbefristet ausgeschrieben.

Der Rat unterstützte diesen Vorstoß mit großer Mehrheit: 28 Kommunalpolitiker stimmten dafür, elf dagegen. Die breite Zustimmung kommt nicht von ungefähr – und ist sicher auch der aktuellen, krisenhaften Entwicklung an den Energiemärkten geschuldet.

Es wird erwartet, dass ein zertifizierter Energiemanager noch wesentlich mehr Einsparpotenzial bei den Liegenschaften erschließen kann, als das bislang der Sachbearbeiter konnte. Der möglichst sparsame Umgang mit Ressourcen entlastet damit nicht nur den Haushalt der Stadt, sondern soll auch dazu beitragen, dass diese ihrer Vorbildfunktion gerecht wird und somit Investitionen auch in der Bürgerschaft angeregt werden.

Die zusätzliche Stelle im Rathaus soll im Fachdienst Gebäude- und Liegenschaftsmanagement angesiedelt werden.

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