Gewerbegebiet Östlich der Eßseite

Der erste „Nachbar“ ist schon da

Gronau

Geht es um die Ansiedlung von Unternehmen, dann setzt die Stadt Gronau vor allem auf den Erhalt und die Schaffung von Arbeitsplätzen. Deshalb können bei der Vergabe von Gewerbegrundstücken solche Unternehmen bevorzugt werden, die bereits in Gronau ansässig sind. So geht es aus der Richtlinie für die Vergabe von Gewerbe- und Industriegrundstücken in der Stadt Gronau hervor.Wie das in der Praxis aussehen kann, ist gerade im neuen Gewerbegebiet Östlich der Eßseite zu betrachten

Frank Zimmermann

Freuen sich über den Fortschritt des ersten Firmengebäudes im Gewerbegebiet Östlich der Eßseite: (v.l.) Dennis Heinrichs (Projektleiter vom Ingenieurbüro Hoff und Partner), Theo Dreier (Firmengründer), Cathrin Dreier-Althaus (Geschäftsführerin) Bernd Niehoff (Architekt Hoff und Partner), Katharina Vater (Geschäftsführerin WTG) und Rainer Reimer (stellv. Vorsitzender des WTG-Aufsichtsrats). Foto: Frank Zimmermann

Geht es um die Ansiedlung von Unternehmen, dann setzt die Stadt Gronau vor allem auf den Erhalt und die Schaffung von Arbeitsplätzen. Deshalb können bei der Vergabe von Gewerbegrundstücken solche Unternehmen bevorzugt werden, die bereits in Gronau ansässig sind. So geht es aus der Richtlinie für die Vergabe von Gewerbe- und Industriegrundstücken in der Stadt Gronau hervor.

Wie das in der Praxis aussehen kann, ist gerade im neuen Gewerbegebiet Östlich der Eßseite zu betrachten: In dem insgesamt rund 20 Hektar großen Gebiet wird zurzeit das erste Unternehmensgebäude errichtet: ein neues Verwaltungs- und Logistikzentrum der Dreier Moden GmbH. Die ist bereits seit 35 Jahren am Alten Postweg ansässig. Das Unternehmen will sich in Sachen Digitalisierung weiterentwickeln. „Wir haben aber Wert darauf gelegt, in der Stadt zu bleiben“, sagt Firmengründer Theo Dreier bei einem Ortstermin. Doch am alten Standort sei eine Erweiterung schwierig gewesen.

Im März war Baubeginn, schon zum Jahresende wolle man an der neuen Adresse einziehen, sagt Firmengründer Theo Dreier bei einem Ortstermin. Dass es so flott ging mit dem 3500 Quadratmeter großen Grundstück, auf dem nun rund 300 Quadratmeter Büro- und 500 Quadratmeter Lagerfläche entstehen, liege unter anderem daran, dass „die Stadt zügig gearbeitet hat“, so Dreier.

Das hört Katharina Vater, Geschäftsführerin der Wirtschaftsförderungsgesellschaft der Stadt Gronau (WTG), gern und bestätigt: „Es hat eine kurze Bewerbungsphase mit konstruktiven Gesprächen gegeben.“ Sie freue sich, dass sich die Dinge nun so schnell und positiv entwickeln.

Dass es für die Wirtschaftsförderer in Gronau wichtig ist, dass sich die Firmen vor Ort weiterentwickeln können, betont auch Rainer Reimer. Er ist stellvertretender Vorsitzender des WTG-Aufsichtsrats. „Es wird alles getan, um Unternehmen in der Stadt zu halten“, sagt er. Entsprechende Entscheidungen des Aufsichtsrates über die Vergabe von Grundstücken fielen denn auch in aller Regel sehr einmütig aus.

Theo Dreier ist damit zufrieden und hat am neuen Standort gleich noch eine Erweiterungsoption einkalkuliert. „Wir haben so geplant, dass wir die Gebäudefläche noch mal verdoppeln könnten“, erklärt Architekt Bernd Niehoff vom Ingenieurbüro Hoff und Partner. Einsiedler wird Dreier im neuen Gewerbegebiet aber nicht bleiben. „Das Grundstück ist schon vergeben und das“, sagt Katharina Vater und zeigt dabei auf umliegende Areale. Es solle aber auf alle Fälle eine gut gemischte Nachbarschaft entstehen, bei der die Firmen und Gewerke zueinander passen. Anfragen für weitere Ansiedlungen sowohl von Bestandsunternehmen als auch für Neugründungen gebe es bereits.

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