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Aussage auf Eon-Hauptversammlung

Derzeit keine Transporte nach Russland

Gronau

Es gibt derzeit keine weiteren Planungen von Transporten radioaktiver Abfälle aus der Urananreicherungsanlage in Gronau nach Russland.

Ein Transport mit abgereicherten Uranhexafluorid verlässt die Urananreicherungsanlage Foto: Kratzke

Es gibt derzeit keine weiteren Planungen von Transporten radioaktiver Abfälle aus der Urananreicherungsanlage in Gronau nach Russland. Das wurde am Mittwoch nach Angaben von Matthias Eickhoff („Sofortiger Atomausstieg Münster“) auf der Hauptversammlung von Eon bekannt. Gleichzeitig gebe es derzeit keinen Bedarf für das Uranoxidlager, dessen Inbetriebnahme weiterhin aussteht. Zu der Hauptversammlung des Unternehmens hatte der „Dachverband kritischer Aktionäre“ Fragen zu dem Thema Urenco gestellt, so Eickhoff gegenüber den WN. Bei der Versammlung der RWE vor zwei Wochen hatte es keine Auskünfte gegeben. Eon und RWE sind mit jeweils einem Sechstel der Aktien die deutschen Anteilseigner der Urenco. Beide Unternehmen würden ihre Anteile gerne verkaufen, doch das gelingt nicht. Eickhoff rechnet nicht damit, dass Transporte mit abgereichertem Uranhexafluorid nach Russland nun vom Tisch sind. „Die Betonung muss wohl auf dem Wörtchen ,derzeit‘ liegen“, sagte er. Zumal die Anreicherung von Uran ja weiterlaufe und die Lagerbestände mit abgereichertem Material auf dem Gelände der Anlage in Gronau weiter wachsen.

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