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Sicherheit des städtischen Netzwerks

Die Firewall hat bislang gehalten

Gronau

Ein Schreckensszenario: Hacker dringen in das Computernetz der Stadtverwaltung ein, verschlüsseln alle Daten und verlangen ein Lösegeld für die Entschlüsselung. Keine Fiktion, wie etliche Vorfälle in anderen Orten zeigen: Krankenhäuser, Verkehrsunternehmen und Gemeindeverwaltungen wurden quasi lahmgelegt. Was tut die Stadtverwaltung Gronau, um sich vor derartigen Angriffen zu schützen?

-mb-

Cyberkriminalität ist ein großes Problem. Die Fachleute der Stadtverwaltung müssen dafür sorgen, dass keine Hacker ins System eindringen. Foto: imago images/Chris Emil Janßen

Der für die IT-Sicherheit zuständige Mitarbeiter bei der Stadt gab Auskunft im Fachausschuss: „100-prozentige Sicherheit wird es nicht geben“, machte Guido Klein Menting deutlich. Doch es werde alles getan, eventuelle Angriffe abzuwehren.

Das fängt mit Schulungen der Belegschaft zur Informationssicherheit an. Alle drei Jahre wird zudem ein Sicherheitscheck durch einen IT-Sicherheitsberater durchgeführt. Dabei werden mit einer Fragenliste die Risiken ermittelt. In Gronau wurde das erforderliche Sicherheitsniveau mit einem überdurchschnittlichen Ergebnis erreicht.

Umfangreiche Kontrollen und Datensicherung

Die Kontrollen sind umfangreich. Zu der Hardware den Rechenzentren haben nur befugte Mitarbeiter Zutritt. Der Zugang zum städtischen Netzwerk ist nur durch einen Benutzernamen und ein sicheres Kennwort möglich. Ein mehrstufiges Firewallkonzept schützt vor unbefugtem Eindringen aus öffentlichen Netzen. Die Nutzer des städtischen Netzwerkes sind zur Geheimhaltung verpflichtet und die Berechtigung für einzelne Aufgaben explizit geregelt.

Alle Daten werden wöchentlich komplett gesichert und auf ein Datensicherungsband umgeschrieben und ausgelagert. Im Verlustfall können somit sämtliche Daten bis zum Zeitpunkt der Sicherung wiederhergestellt werden.

Es werden tatsächlich ab und zu Angriffe auf die Rechner der Stadt angezeigt, so Klein Menting auf Anfrage von Ludger Hönerlage (CDU). Die Firewall habe aber bislang gehalten. Ein einziges Mal seien die Rechner vorsorglich für ein paar Stunden offline gewesen.

Echkard Bohn (SPD) fragte an, ob es einen Stresstest, eine Art Pseudo-Cyberangriff gebe, mit dem die Sicherheit getestet werden könne. Das bejahte Klein Menting. Ein solches Paket könne man für 2000 bis 3000 Euro einkaufen.

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