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Ostumgehung Epe

Die GAL fordert die Nullvariante

Epe

Mitglieder der Grün Alternativen Liste (GAL) Gronau sowie weitere interessierte Personen haben mit einer Radtour den Bereich von Epe erkundet, der von der geplanten Eper Ostumgehung zerschnitten werden soll. Ihr Fazit: Der östliche Außenbereich von Epe soll nicht weiter versiegelt werden.

Die Entlastung des Eper Ortskerns könne und müsse ohne ein neues Straßenprojekt erfolgen. Durch eine entsprechende Beschilderung soll der Lkw-Verkehr, der Epe bisher durchquert, gestoppt werden. Zudem müssten der Öffentliche Personen-Nahverkehr und die Situation für Radfahrer in Epe verbessert werden. Die Radtour führte laut Pressemitteilung der GAL in den Bereich zwischen der Nienborger und der Steinfurter Straße, für den drei Trassenvarianten der geplanten Ostumgehung zur Diskussion stehen. Dabei erlebte die GAL die vielfältige Natur, die von dem Straßenprojekt gefährdet wird: wertvolle Baumgruppen, Heckenstrukturen und landwirtschaftliche Flächen. Es wurde festgestellt, dass viele der kleinen Feld- und landwirtschaftlichen Wege intensiv von Radfahrerinnen und Radfahrern genutzt werden.

Für die GAL ist nach der Tour klarer denn je: Keine der drei im Gespräch stehenden Trassenvarianten ist umweltverträglich. „Es darf nur eine Variante geben: die Nullvariante. Das heißt: kein Bau der Ostumgehung“, forderte Franz-Josef Rottmann, Vorstandsmitglied der GAL und des Natur- und Umweltschutzvereins Gronau (NUG).

GAL-Mitglied Dr. Martha Pfeiffer, sie ist stellvertretendes Mitglied im städtischen Ausschuss für Mobilität, Umwelt und Klimaschutz, betonte: „Spätestens jetzt nach den jüngsten Hochwasserkatastrophen in NRW und Rheinland-Pfalz muss auch in Gronau ein Umdenken in der Verkehrspolitik erfolgen. Der Bau einer Ostumgehung von Epe wird den Ortskern von Epe kaum entlasten – falls überhaupt. Aber dafür wird durch die weitere Versiegelung der freien Landschaft weiter dazu beigetragen, dass bei Starkregenfällen der Eper Ortskern unter Wasser steht.“

Erfreut zeigten sich die GAL-Mitglieder darüber, dass sie an vielen Stellen Protestschilder und Transparente gegen den Bau der Ostumgehung gesehen haben. Spontan wurde von ihnen auch ein zugewachsenes Protestschild an der Nienborger Straße freigelegt und gereinigt, heißt es in der Pressemitteilung.

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