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Eva Maria Eckel stellt Bilder im Café Grenzenlos aus

Die Gronau-Bilder „gehören hier hin“

Gronau

Die Bilder springen den Gästen sofort ins Auge, wenn sie das Café Grenzenlos betreten. Wer steckt dahinter?

Martin Borck

Eva Maria Eckel vor zwei ihrer Bilder. Foto: Martin Borck

Das Café Grenzenlos in der Innenstadt dient nicht nur als Treffpunkt, sondern auch als Ausstellungsraum. So sind seit der Eröffnung Bilder von Dr. Eva Maria Eckel zu sehen. Die meisten Gemälde zeigen Motive, die sich sofort Gronau zuordnen lassen: die Bogenbrücke zum Beispiel oder die Weiße Dame. „Der damalige Besitzer, Elmar Buß, hat mit mir einen Rundgang durch das Gebäude gemacht“, erzählt die Malerin. Die Bilder entstanden bereits 2006/2007. Kurz nachdem sie und ihr Mann nach Gronau gezogen waren.

Eckel ist in Vogelsbergkreis geboren. Über Kassel und Karlsruhe gelangten sie und ihr Mann nach Gronau. Er, Prof. Dr. Stefan Kuhlmann-Eckel, ist Inhaber des Lehrstuhls Grundlagen von Wissenschaft, Technologie und Gesellschaft und Leiter der Abteilung „Science, Technology and Policy Studies“ an der Uni Twente. Er ist im Vorstand des Vereins Grenzenlos aktiv. Eckel selbst hat zunächst Kunst, dann Philosophie und Soziologie studiert. Ihre Doktorarbeit „Individuum und Stadt-Raum“ beschäftigte sich mit dem öffentlichen Verhalten im Wandel. Ein Thema, das sie für das Engagement im Verein Grenzenlos prädestiniert.

„Gronau ist einerseits schrecklich, andererseits aber von einer großen Offenheit und Herzlichkeit der Menschen geprägt“, findet sie. Schrecklich bezieht sich auf die Architektur in Teilen der Stadt. Wobei auch sie schöne Ecken in Gronau kennt und genießt.

Die Weiße Dame zum Beispiel hat Eva Eckel fasziniert. „Sie ist Zeugin des gelebten und vergangenen Lebens, aber auch der Zukunft.“ Sie erzähle davon, dass die Menschen wer waren, etwas geleistet haben.

Der Wasserturm auf dem BSG-Gelände, „das Türmchen“, wie sie es nennt, hat es ihr ebenfalls angetan. Bilder von ihm stellte sie in den Räumen der Buchhandlung am Markt aus. „Ich male auch abstrakte Sachen“, sagt sie. „Und momentan probiere ich aus, 3-D-Effekt herzustellen, indem ich zwei Bilder kombiniere.“

Sie verkauft zwar auch Bilder, aber nur selten. „Und wenn, ist es mir wichtig zu wissen, wo sie bleiben.“ Dass ihre Gronau-Bilder inmitten der Stadt ausgestellt werden, findet sie großartig. „Hier gehören sie hin und nirgends anders.“ Zumindest bis zum 25. September. Dann findet im Café Grenzenlos die Finissage ihrer Ausstellung statt. Und auch sie selbst, findet sie, gehört hier hin, mit ihrem Mann. Der wird im nächsten Jahr pensioniert. „Wir haben überlegt, ob wir in Gronau bleiben oder weiterziehen sollen.“ Die Entscheidung fiel zugunsten Bleiben aus. In Gronau gibt es schließlich für beide genügend Herausforderungen.

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