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Kneipp-Bilanz 2016

Ein Jahr der besonderen Momente

Gronau

„Es war eigentlich ein Jahr der besonderen Momente“ – mit diesem Prädikat bedenkt Kneipp-Vorsitzender Bernd Ahlers das 23. Geschäftsjahr des Kneipp Vereins Gronau in seiner Jahresbilanz und erinnert an besondere Projekte, Erlebnisse, Aktionen und Ereignisse.

wn

Schlagersängerin Daniele stand beim 17. Frauen-Powerday im Walter-Thiemann-Haus bei den teilnehmenden Frauen im Mittelpunkt. Foto: Kneipp-Verein Foto: Kneipp-Verein

So stand beispielsweise beim 17. Gronauer Frauen-Powerday (in Kooperation mit der Gleichstellungsstelle der Stadt) Schlagersängerin Daniele bei über 80 singenden, tanzenden und klatschenden Frauen im Mittelpunkt. Die 20-jährige Zusammenarbeit der Kneipp-Bethesda-Kooperation – landesweit einmalig – war Anlass für einen Besuch von den führenden Fachverbänden für Senioren in Nordrhein-Westfalen in Gronau. Das praktizierte Viersäulen-Konzept fand dabei hohe Anerkennung, bevor mit Bewohnern und Gäste des Bethesda-Seniorenzentrums gemeinsam gefeiert.

Aber es gab noch mehr besondere Momente, wie Ahlers auflistet:

► Der in Gronau etablierte „Kneipp-Aktionstag 55“ erlebte mit 80 Senioren seinen 20. Geburtstag. Das Thema: Mitwirkung in Gesellschaft und Politik wagen.

► Die besondere Anerkennung für ehrenamtliches Engagement wurde Birgit Hüsing-Hackfort (zehn Jahre) und Gundel Heying (20 Jahre) als aktive Frauen bei der Mitgliederversammlung ausgesprochen.

► Kindergartenkinder des AK: „Gesunde Kitakinder beim Kneipp Verein Gronau“ konnten sich auf soziales Kompetenztraining für ihre persönliche Entwicklung ebenso freuen wie auf die neuen Entspannungselemente mit den frisch ausgebildeten Entspannungstrainerinnen.

► Im Zachäus-Kindergarten genossen die Kinder gleich am ersten Tag ihren neuen Snozelenraum der mit Hilfe des Landesprogramms 1000 x 1000 vom Kreissportbund Borken mitfinanziert wurde.

► Unvergessen auch: Regenschauer legten beim Kinderfest mit den Georgi-Schützen während der gesamten Veranstaltung eine Pause ein und bescherten so 400 Besuchern bei Sonnenschein Spaß und Erlebnis.

„Einen besonderen Schock-Moment verursachte hingegen die Mitteilung des St.-Antonius-Hospitals mit seiner Entscheidung, das Bewegungsbad Mitte 2017 zu schließen“, so Ahlers über diesen weniger erfreulichen Augenblick. Von seinen 23 Aqua-Angeboten verliert der Verein dadurch 13. Ahlers: „Das ist eine vereinspolitische Ausnahmesituation, weil nicht nur die Teilnehmer verloren gehen, sondern auch die Einnahmen, die notwendig sind für die Existenz des Vereins.“

Diese Entwicklung sorgte für unruhige Monate, aber, so Ahlers, „ich glaube, wir haben Initiative gezeigt und ein zeitnahes und transparentes Krisenmanagement gemacht. Wir haben bereits jetzt alle Vorbereitungen getroffen, um die auf uns zukommende Situation möglichst zu meistern. Da sich kein Bad zaubern lässt, hat sich der Verein entschlossen, zeitnah Rehasport anzubieten, um Senioren die Möglichkeit zu geben, überhaupt Kneipp-Sport zu machen. Nach erfolgloser Badsuche haben sich Kneipp und Rheumaliga an Verwaltung und Politik gewandt und hoffen auf Unterstützung. Dabei stehen alle Beteiligten im Spannungsfeld zwischen Bedürfnissen und Lebensqualität von Menschen, praktischen Lösungsansätzen, der sozialen Verantwortung, aber auch der Finanzierung und Wirtschaftlichkeit. „Ich bin mir sicher, dass ein Prüfverfahren Chancen offenbaren wird“, gibt sich der Kneipp-Vorsitzende optimistisch. Im Jahr 2017 wird die Aqua-Fitness erst mal weiterlaufen und die Kneipp-Fans können sich auf das neue Programm „Viele Chancen, etwas für sich selbst zu tun“ freuen.

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