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Musikfestival 

Pralles Programm bei „Nicht nur Klezmer – Jüdische Musik von der Romantik bis heute“

Gronau/Epe

Mit einem vielfältigen Musikfestival beteiligt sich der Förderkreis Alte Synagoge Epe an den Feiern zum Jubiläum „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“. Der Titel lautet „Nicht nur Klezmer – Jüdische Musik von der Romantik bis heute“. Zwölf Veranstaltungen stehen vom 24. Oktober bis 21. November auf dem prall gefüllten Programm.

-mb-

Das Ensemble Mendels Töchter.Das Klezmer-Ensemble Bublischki Foto: Bublischki

Den Auftakt macht die Musikvereinigung Wilhelmina aus Glanerbrück am 24. Oktober (Sonntag) um 17 Uhr in der Antonius-Kirche Gronau. Es erklingen Kompositionen mit jüdischem Bezug, darunter die Holocaust-Suite von. M. Gould und „The Story of Anne Frank“ von Otto M. Schwarz.

„Lieder der Comedian Harmonists“ singen Mitglieder der Gronauer a-cappella-Gruppe „Tafelrunde“ am 27. Oktober ab 18.30 Uhr in der Ev. Kirche Epe. Begleitet werden sie von Svetlana Huck am Klavier.

Neben Konzerten gibt es an drei Gronauer Schulen das Projekt „Erinnern für die Zukunft“. Der in der Jiddisch-Musikszene aktive Gitarrist und Sänger Manfred Lemm wird jiddische und hebräische Lieder einüben und sie mit seinem Ensemble und den Jugendlichen am 28. Oktober ab 19 Uhr in der Ev. Stadtkirche Gronau präsentieren.

„Leiderabend“

Rabbiner Dr. Walter Rothschild und Max Doehlemann gestalten am 2. November einen unterhaltsamen „Leiderabend“ in der Aula des Driland-Kollegs. Rothschild erzählt von seinem Leben als Jude, als Rabbiner, als „ein Mensch mit Beschneidungsvordergrund“. Er trägt böse Witze vor und singt.

Das Doku-Musik-Theaterstück „Swing heil!“ wird am 5. Novembr aufgeführt. Es erzählt die Geschichte der „Swing-Kids“ und berichtet von Lebensfreunde, Widerstand und Unterdrückung einer jugendlichen Subkultur in Nazideutschland.

Jüdische Musik der Romantik mit dem Euregio-Symphonieorchester Ahaus erklingt am 6. November ab 19.30 Uhr in der Ev. Stadtkirche. Kantor Dr. Tamás Szöcs begleitet das Orchester an der Orgel. Auf dem Programm stehen Felix Mendelssohns Ouvertüre „Die Hebriden“ und die Serenade in f-Moll von Leo Weiner.

Das Klezmer-Ensmble Bublischki gestaltet mit Jugendlichen der Euregio-Gesamtschule Epe ein Musikprojekt. Dessen Ergebnisse sind am 12. November in der Aula der Schule zu erleben.

Der Kantor der jüdischen Gemeinde Osnabrück, Baruch Chauskin, und das niederländische Duo NIHZ geben am 11. November ab 19 Uhr ein Konzert in der Synagoge Enschede. Es erklingen jiddisch-hebräische Lieder, Klezmer und Stücke jüdischer Komponisten.

Mendels Töchter

Das Ensemble „Mendels Töchter“ spielt am 14. November ab 17 Uhr in der Ev. Kirche Epe. Erich Mendel wurde 1902 in Gronau geboren, war Kantor in Bochum und emigrierte in die USA. Sein Biograf Manfred Keller beschreibt Mendels bewegtes Leben.

Die Musik- und Kabarettshow „Die Juden“ wird am 17. November ab 19 Uhr aufgeführt in der Aula des Gronauer Gymnasiums. Es ist eine Mischung aus verschmitztem, hintergründigem Humor, aus Musik und Theater, eine Melange voller Witz und Freunde, bei der aber Nachdenklichkeit und ein Schuss Melancholie mitschwingen.

Marion Röber gestaltet ein Musikprojekt mit ihrem Frauenchor Belladonna sowie Schülerinnen und Schülern der Kreuzschule Heek. Das Abschlusskonzert „Lieder aus Theresienstadt“ ist am 19. Novemberin der Landesmusikakademie zu hören.

Schließlich gibt die Gruppe Bublischki am 21. November ein Konzert in der Ev. Stadtkirche unter dem Titel „Spirituelle Stationen traditioneller jüdisch-osteuropäischer Musik“.

Der Eintritt zu den Veranstaltungen ist frei. Es wird um Spenden für den Förderkreis Alte Synagoge gebeten.

Anmeldungen unter

  02565 8490219 oder E-Mail hdm_epe@gmx.de. Die jeweils aktuellen Corona-Bestimmungen sind einzuhalten.

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