1. www.wn.de
  2. >
  3. Muensterland
  4. >
  5. Gronau
  6. >
  7. Einblicke in die jüdische Seele

  8. >

Auftritt von Bublischki beendet Festival

Einblicke in die jüdische Seele

Gronau

Die jüdische Musikkultur hat nicht nur Klezmer hervorgebracht – aber eben auch. Und dieser Musikstil, in den so viel Lebensgefühl einfließt, gilt hierzulande derzeit als wohl typischste Ausdrucksweise für jüdische Musik. Die Gruppe Bublischki macht sich schon seit 17 Jahren für dieses Genre stark. Am Sonntag spielten die fünf Musikerinnen und Musiker in der Ev. Stadtkirche – als krönender Abschluss des Musikfestivals, das der Förderkreis Alte Synagoge Epe organisiert hatte.

Von Martin Borck

Das Ensemble Bublischki am Sonntag in der Ev. Stadtkirche. Foto: Martin Borck

Unbändige Lebensfreude und tiefe Einblicke in die jüdische Seele vermittelt der Musikstil der jiddischen Spielleute Osteuropas. Als instrumentale Übersetzer wirken bei „Bublischki“ die Klarinette (neben dem Tárogató von Achim Lux gespielt) und die Violine (Jutta Schönherr). Sie transportieren als melodieführende Instrumente die Gefühlswelt am stärksten. Gitarre (Anke Bobarth-Witte), Kontrabass (Peter Hulek) und Percussion (Uli Fuhrmann) bilden die Basis, auf der sich die Melodien entwickeln. Musik, die zur Hochzeit gespielt wird, stand am Sonntag in der Ev. Stadtkirche im Vordergrund. Schwungvolle Tänze wechselten sich ab mit ergreifenden Einblicken in die jüdische Seele. Intermezzi trug Pianist Felix Linke bei, der mit Lux am Tárogató eine Komposition von Debussy spielte und später die Titelmelodie von John Williams zu „Schindlers Liste“.

Jetzt Angebot wählen und direkt weiterlesen!

ANZEIGE