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Frauke Sonntag ist neue Chefärztin in der Abteilung Gynäkologie und Geburtshilfe am St.-Antonius-Hospital

Eine neue Nummer 1 im Team

Gronau

Eine fürs St.-Antonius-Hospital wichtige Personalie: Die Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe hat eine neue Leiterin. In der vergangenen Zeit hatte es Mutmaßungen gegen, dass die Abteilung aufgegeben werden könnte. Auch dazu äußerte sich der Aufsichtsratsvorsitzende während der offizielle Einführung der neuen Leiterin.

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Freuen sich gemeinsam mit Frauke Sonntag (m.) über deren Start als Chefärztin: Geschäftsführer Jens Breer (l.), Aufsichtsratsvorsitzender Bernward Wigger (2.v.l.), Ärztlicher Direktor Dr. Jürgen Wigger (2.v.r.) und Geschäftsführer Christoph Bröcker (r.) Foto: St.-Antonius-Hospital/Ansgar Höing

Seit 1. Juli steht die Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe am St.-Antonius-Hospital Gronau unter neuer Führung. Die Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe Frauke Sonntag tritt die Nachfolge des langjährigen Chefarztes Dr. Wilhelm Steinmann an, der in Ruhestand geht.

Frauke Sonntag ist seit zwei Jahren als leitende Abteilungsärztin in der Klinik tätig. Jetzt wurde die neue Chefärztin offiziell begrüßt.

Dem Empfang vorausgegangen war ein Fachvortrag unter dem Motto „Zeitenwende in der Gynäkologie“, den Frau Sonntag gemeinsam mit anderen Oberärztinnen und Oberärzten der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe hielt.

Den Titel des Vortrages nahm Aufsichtsratsvorsitzender Bernward Wigger in seiner Begrüßungsansprache auf und skizzierte die Entwicklung der Klinik in den zurückliegenden achteinhalb Jahren unter der Führung von Dr. med. Dipl.-Psych. Wilhelm Steinmann, der nicht anwesend sein konnte. Dabei führte Wigger die zahlreichen Entwicklungen, von der Etablierung des zertifizierten Brustzentrums, über die Einführung der gynäkologischen Roboter-Chirurgie bis zum Ausbau wichtiger Netzwerkstrukturen an und dankte Steinmann für seine Arbeit.

Schwierige Rahmenbedingungen im Gesundheitswesen

Anschließend ging Wigger auf die schwierigen Rahmenbedingungen im Gesundheitswesen ein. So sei Außenstehenden kaum vermittelbar, unter welch enormem Druck alle Beteiligten stünden. Es sei ein Spagat zwischen hervorragender medizinischer und pflegerischer Versorgung und wirtschaftlichen Zwängen, aus denen häufig Belastungssituationen entstünden. Er dankte den Mitarbeitenden für den bedingungslosen persönlichen Einsatz, höchste Professionalität und viel Herz und Leidenschaft jedes Einzelnen. „Wo, wenn nicht in der Gynäkologie und Geburtshilfe, in der es häufig um das Leben selbst und um die Entstehung neuen Lebens geht, benötigen wir eine wertschätzendere Sicht auf unsere Arbeit?“

Schon die Zahl der Geburten, die in die Ära Steinmann fielen, verdeutlichte, welche Bedeutung die Klinik für Gronau und die Umgebung heute habe: „Seit Anfang 2014 sind hier im ‚Anton‘ rund 5500 Kinder zur Welt gekommen. Das sind umgerechnet 230 Schulklassen!“, berichtete Wigger. „Das ist nicht nur eine großartige Gemeinschaftsleistung, sondern auch eine entscheidende Grundlage für die deutliche Zusage des Trägers, dass – trotz aller Widrigkeiten und politisch gewollter struktureller Veränderungen, wie sie in umliegenden Krankenhäusern derzeit stattfinden – die Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe eine feste Größe hier im St.-Antonius-Hospital Gronau sein wird.“

Aufsichtsratsvorsitzender Bernward Wigger

„Mit Ihnen haben wir eine Chefärztin gefunden, die alles mitbringt, um auch in weiterhin herausfordernden Zeiten, die Klinik erfolgreich zu leiten“, wandte der Aufsichtsratsvorsitzende sich an Frauke Sonntag. Sie sei eine absolute Team-Playerin und lege besonderen Wert auf Vertrauen und menschliche Nähe. „Führungsqualität besteht bei Ihnen aus einer besonderen Mischung aus hoher Fachkompetenz, Erfahrung und partnerschaftlicher Arbeitsweise auf allen Ebenen.“

Dass Frauke Sonntag nicht nur eine Frau und damit ganz nah an den Patientinnen, sondern auch vierfache Mutter sei, betonte Wigger ebenso wie ein Novum am St.-Antonius-Hospital Gronau: „Sie sind die erste weibliche Chefärztin in diesem Haus. Das freut uns alle in besonderem Maße, denn das entspricht absolut unseren Wertvorstellungen und unserem Selbstverständnis.“

Anschließend begrüßte Dr. Jürgen Wigger als Ärztlicher Direktor die Chefärztin und skizzierte ihren bisherigen Werdegang. Humorvoll arbeitete er die Stationen in verschiedenen renommierten Häusern auf und bescheinigte Frauke Sonntag, genau die richtige Frau in dieser Position zu sein.

„Ihr Fach stellt keine Reparaturwerkstatt dar“, wandte er sich an Frauke Sonntag, „Sie müssen individuelle Behandlungskonzepte entwickeln und häufig abwägen zwischen den Leitlinien und Individualfaktoren. Dabei vertreten Sie eine medizinische Disziplin, die eine besondere Identifikation der Bevölkerung mit dem Krankenhaus erlaubt. Deshalb ist auch die hohe Zahl der Geburten, die wir seit vielen Jahren hier haben auch ein Zeichen dafür, dass unser Haus im Kern gesund ist. “

Frauke Sonntag, neue Leiterin

„Ich freue mich“, sagte Frauke Sonntag, „dass ich hier bin und auch vorhabe, hier zu bleiben. Ich freue mich auf die gute Zusammenarbeit mit Ihnen und euch allen. Und ich freue mich darauf hier in Gronau viel zu bewegen.“

Zum Abschluss überreichte Geschäftsführer Christoph Bröcker symbolisch einen Chefarzt-Kittel mit großer Spielernummer 1 auf dem Rücken, ähnlich einem Fußball-Trikot. Wohlwissend, dass Frauke Sonntag eigentlich keinen besonderen Wert auf das klassische Chefarzt-Symbol des weißen Kittels legt. Als überzeugte Teamplayerin freute sich die Chefärztin dennoch sehr darüber, dass jetzt offensichtlich deutlich wird, wer zukünftig die Nummer 1 in der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe ist.

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