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Kandidat für den Gronauer Heimatpreis

Engagement für Tiere

Gronau/Epe

Die Ehrenamtlichen des Tierschutzvereins Gronau und Umgebung kümmern sich seit Jahren um ihre Schützlinge, vor allem Katzen. Das verdient eine Belohnung, findet die Wählergemeinschaft pro Bürgerschaft. Sie hat den Verein für eine Auszeichnung vorgeschlagen.

mb

In der Auffangstation Am Berge werden Katzen aufgepäppelt. Foto: Kristian van Bentem

Die Stadt Gronau vergibt erneut den mit 5000 Euro dotierten Heimatpreis. Mit dem Tierschutzverein gibt es bereits eine Nominierung.Die Wählergemeinschaft Pro Bürgerschaft hat ihn vorgeschlagen. „Mit unserem Vorschlag verbinden wir die große Dankbarkeit für das jahrelange Engagement, das unter schwierigsten finanziellen und baulichen Bedingungen erbracht wurde“, heißt es in dem Vorschlag von Pro Bürgerschaft. Bis zum 31. August 2020 sind Bewerbungen weiterer Kandidaten möglich. Unterlagen können unter www.gronau-inside.de/heimatpreis heruntergeladen, ausgefüllt und an die Kulturbüro Gronau GmbH gesandt werden.

Der Tierschutzverein Gronau und Umgebung kümmert sich hauptsächlich um Notfälle, um die Versorgung von kranken, misshandelten und ungewollten Tieren – gleich ob Haus- oder wildlebende Tiere. Einen Schwerpunkt bildet die Arbeit mit Fundkatzen, die ein vorübergehendes Zuhause im Katzenhaus Am Berge finden – oder in privater Pflege versorgt werden, bis sie zur Adoption in ein neues Zuhause bereit sind. Die Vermittlungszahlen steigen, so der Tierschutzverein, der auch von wachsender Spendenbereitschaft und tätiger Mithilfe berichtet.

Seit Jahren wird der Verein aktiv, wenn Ansammlungen von verwilderten, verwahrlosten Katzen oder zugelaufene Mutterkatzen mit ihren Kitten gemeldet werden. Damit die Zahl der streunenden Tiere nicht ausufert, werden solche Tiere gefangen, umgehend kastriert, markiert und tierärztlich grundversorgt. Dem Menschen zugewandte, zutrauliche Tiere werden ins Katzenhaus aufgenommen. Bei scheuen Katzen wird versucht, Vertrauen aufzubauen und die Tiere zur Adoption bereit zu machen. Tiere, die dafür nicht (mehr) geeignet sind, werden nach ihrer Versorgung und Genesung wieder in ihren Revieren ausgesetzt.

Der Verein richtet in den Hotspots kontrollierte Futterstellen ein, so dass eine langfristige Betreuung im Sinne des Tierschutzs und um Schutz der Anwohner vor bettelnden Tieren gewährleistet ist. Dabei wird der Verein von engagierten Bürgern unterstützt.

Bei seinen Projekten hat der Verein auch Menschen im Blick: Einerseits versucht er, über Tierschutz aufzuklären, außerdem stehen die Mitglieder Menschen in besonderen Lebenssituationen bei, damit diese in Notlagen nicht auf ihre Haustiere verzichten müssen.

„Unsre Vision ist eine Welt, in der Tiere von Menschen wahrgenommen sowie respektvoll und artgerecht behandelt werden“, heißt es in der Kandidatur des Vereins.

Herbert Krause (Pro Bürgerschaft) ist beeindruckt vom Engagement der Tierschützer: „Allgemein sind Tiere unsere Mitgeschöpfe und sollten in unserer Stadt mehr Aufmerksamkeit, Schutz, Pflege und Zuwendung erfahren“, sagt er. „Wir können uns eine Heimatstadt, in der Tiere nicht einem verantwortlichen Lebensraum vorfinden, nicht vorstellen. Der Heimatpreis an den Tierschutzverein würde eine Anerkennung für die wichtige ehrenamtliche Arbeit darstellen.

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