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Onno van Veldhuizen

Enschede: Künftiger Bürgermeister für Cannabislegalisierung

Enschede

Der künftige Bürgermeister von Enschede, Onno van Veldhuizen, befürwortet die Legalisierung von Cannabis. Der Anbau sollte in den Niederlanden erlaubt werden. In einem Interview mit dem Twentsche Courant Tubantia sagte er: „Wir haben zu wenig Polizei, um das Problem stoppen zu können.“ Vom illegalen Anbau und Handel profitierten die falschen Leute.

wn

Der aktuelle Magistrat in Enschede hat allerdings eine andere Meinung zu dem Thema. In den Koalitionsvertrag hatten die Politiker explizit die Passage aufgenommen, dass es in dieser Legislaturperiode keine Experimente geben soll, Cannabis-Anbau zu dulden. Van Veldhuizen wird diesen Standpunkt respektieren, wenn er aller Voraussicht nach im Oktober sein neues Amt antritt.

Dass er die Auffassung des Magistrats respektiert, zeichne seinen Politikstil aus, konstatiert die Enscher Zeitung. Ein Bürgermeister, so Van Veldhuizen, sei der Regisseur der Demokratie. Um Probleme – wie in Enschede die relativ hohe Armut – zu lösen, sei es vernünftig, auch für unorthodoxe und innovative Lösungen offen zu sein. Dabei dürfe man aber bei den Betroffenen keine Erwartungen wecken, die nicht zu realisieren sein. „Ich denke, dass Vollbeschäftigung eine Utopie ist – doch die Situation muss viel besser werden.“

Van Veldhuizen teilt in Sachen Asylbewerber die Meinung von Interims-Bürgermeister Fred de Graaf. Enschede müsse der Aufnahme von Asylbewerber offener werden. Die Kapazitätsgrenzen in der 158 000 Einwohner zählenden Stadt seien noch nicht ausgereizt. Die Stadt sucht derzeit nach einem geeigneten Standort für ein Asylbewerberzentrum. Enschede, so Van Veldhuizen im Twentsche Courant Tubantia, habe schließlich eine Tradition zu wahren. „Im und nach dem Ersten Weltkrieg war die Stadt schließlich für auch belgische Flüchtlinge und freigelassene Kriegsgefangene da, als die eine Unterkunft benötigten.“

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