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Heimatverein Epe zu Gast bei der Historische Vereniging Ampt Epe

Epe trifft Epe

Epe

Partnerschaften muss man pflegen. Auch die zwischen Städten. Um dies zu tun, besuchte jetzt eine Delegation aus Epe die Partner in Epe. Verstehen Sie nicht? Ist aber eigentlich ganz einfach . . .

Bürgermeister Tom Horn (in der Mitte mit Kette) und Foto: Heimatverein Epe

2019 war eine Delegation der Historische Vereniging Ambt Epe zu Besuch beim Heimatverein Epe. Da der für 2020 vereinbarte Gegenbesuch wegen Corona nicht stattfinden konnte, kam es erst jetzt zu einem erneuten Treffen der beiden Vereine, dieses Mal in der holländischen Partnerstadt.

Nach einem Empfang im Geementehuis und einer Begrüßung durch den Burgermeester von Epe, Tom Horn, sowie den Vorsitzenden der Historische Vereniging Ampt Epe, Jan van de Velde, schlossen sich Dankesworte vom Vorsitzenden des örtlichen Heimatvereins Wilhelm Kemper an, der auch einige Präsente an die Gastgeber überreichte.

Dörfer mit langer Geschichte

Die Gäste bekamen zu Beginn einen kurzen und sehr informativen Überblick über Epe. Die holländische Gemeente Epe besteht aus den Dörfern Epe, Vaasen, Ernst und Oene und hat rund 33 000 Einwohnerinnen und Einwohner. Die Dörfer wurden bereits vor mehr als 1000 Jahren gegründet und haben somit eine lange Geschichte aufzuweisen.

Nach einem kleinen Stadtrundgang durch den Ortskern von Epe, der auch noch viele historische Bauten aufweist, wurde de Groote Kerk Martinus besichtigt. Diese mittelalterliche Dorfkirche mit dem romanischen Taufstein wurde vor 20 Jahren aufwendig saniert und ist ein Schmuckstück im Ortsbild von Epe, heißt es in einem Bericht des Heimatvereins.

Frühe Verbindung nach Gronau

Anschließend fuhr die Gruppe in den Ortsteil Vaasen, wo im Koetshuis bei lockeren Gesprächen ein gemeinsamer Imbiss eingenommen wurde. Danach fand eine Besichtigung des Kasteels De Cannenburgh statt. Bei dem Rundgang mit Führung wurde den Besuchern die Geschichte des Wasserschlosses anschaulich erzählt. De Cannenburgh wurde im Jahr 1543 auf den Ruinen einer Burg von dem Heerführer Maarten van Rossum erbaut und befand sich bis 1945 im Besitz der Familien Isendoorn und Cleve. Besonders interessant war, dass die Familie Cleve auch einige Jahre Eigentümer vom Gut Rüenberg in Gronau war und somit auch damals schon Verbindungen in die hiesige Region bestanden. Das Renaissanceschloss gehört heute einer Stiftung und wurde vor 50 Jahren aufwendig saniert und den Besuchern wieder zugänglich gemacht.

Nach einem Rundgang durch den Schlossgarten wurde noch die nahe gelegene Wassermühle besichtigt Der Eigentümer informierte die Anwesenden in einem kurzen geschichtlichen Abriss über die Mühle und deren heutige Funktion. Anschließend haben sich die deutschen Eperaner von den holländischen Eperanern verabschiedet und den Heimweg angetreten. Es ist vereinbart worden, dass der weitere Austausch gepflegt und im Jahre 2023 wieder ein gemeinsames Treffen stattfinden soll.

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