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Forschungskooperation Monitoring Epe: Präsentation der Projektergebnisse

Experten suchen den Dialog

Gronau/Epe

Die Bodenbewegungen rund um das Kavernenfeld und deren Hintergründe stehen im Fokus einer öffentlichen Abschlusspräsentation, die die Forschungskooperation Monitoring Epe für Freitag (20. Januar) anberaumt hat. Für ihr Projekt haben die Experten auf eine Vielzahl von Daten zurückgreifen können. Die Abschlussveranstaltung soll Bürgern zudem die Möglichkeit geben, mit den Fachleuten ins persönliche Gespräch zu kommen.

Unter dem Amtsvenn befinden sich riesige Kavernen. Mit der Frage, inwieweit sie für die Bodenbewegungen verantwortlich sind, Foto: Martin Borck

Die Forschungskooperation Monitoring Epe hat sich 2021 gegründet, um gemeinsam ein langfristiges und passgenaues Geomonitoring für die Region Gronau-Epe aufzubauen. Dabei stehen vor allem die Bodenbewegungen rund um das Kavernenfeld im Fokus.

Aufbauend auf den Überwachungsmessungen der Salzgewinnungsgesellschaft (SGW) wurden die Veränderungen im Untergrund mit modernen Methoden erforscht, um ihre Hintergründe erklärbar zu machen. Bei der Abschlussveranstaltung am Freitag (20. Januar) um 18 Uhr im Wirtschaftszentrum, Fabrikstraße 3, stellt die Forschungskooperation ihre Ergebnisse nach rund zwei Jahren Projektlaufzeit vor.

Vielzahl an Daten gesammelt

Beteiligt sind die Stadt Gronau, vertreten durch Bürgermeister Rainer Doetkotte, die Bürgerinitiative Kavernenfeld Epe (BIK), die Eftas-Fernerkundung Technologietransfer GmbH sowie das Forschungszentrum Nachbergbau (FZN) der Technischen Hochschule Georg Agricola (THGA) aus Bochum.

Um die Bodenbewegungen im Kavernenfeld umfassend bewerten zu können, haben die Expertinnen und Experten eine Vielzahl an Daten gesammelt – etwa mit Methoden der Radar-Fernerkundung, aus der Auswertung und Fusion öffentlicher Geodaten und mit dem Wissen der Gronauer Bürgerinnen und Bürger, deren Informationen ebenfalls in die Bewertungen eingeflossen sind.  Die Betrachtung einer möglichst langen Zeitspanne macht es den Experten außerdem möglich, Prognosen für die Zukunft abzuleiten.

Viele Gründe für Bodenbewegungen

Ihr bisheriges Fazit: „Die Bodenbewegungen im Raum Gronau-Epe ergeben sich aus der Interaktion zwischen einer Vielzahl von Faktoren“, sagt Prof. Dr. Tobias Rudolph von der THGA. „Natürlich hat der intensive Bergbau in der Region einen entscheidenden Einfluss, allerdings gibt es auch viele natürliche Faktoren, die sich auf den Untergrund auswirken, zum Beispiel der Wassergehalt oder Temperaturschwankungen.“

Auf diese Details wollen die Wissenschaftler in ihrer Abschlusspräsentation eingehen. Außerdem erläutern sie, welche Strategien sich aus den derzeitigen Erkenntnissen ergeben und wie die Prozesse im Kavernenfeld Epe künftig überwacht werden können.

Experten stellen sich den Fragen von Bürgern

Ergänzt wird die Veranstaltung durch eine Präsentation des Landesvermessungsdienstes GeoBasis NRW, der seine Ergebnisse aus der letzten sogenannten Deformationsmessung im November 2022 vorstellt.

Im Anschluss an die Ausführungen der Fachleute haben Interessierte die Möglichkeit, mit den Experten vor Ort ins Gespräch zu kommen. Für persönliche Fragen und Belange stehen drei Thementische zur Auswahl: Kavernenbetrieb und zukünftige Entwicklung – Prof. Dr. Tobias Rudolph (THGA); Bergrecht – Prof. Dr. Peter Goerke-Mallet (THGA); Bodenbewegung – Dr. Andreas Müterthies (Eftas).

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