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Gronau

Feuerwehr war 516 Mal im Einsatz

Hans Dieter Meyer

Gronau. Feuerwehrleute und Polizisten gehören oft zu den Helden unserer Zeit. So äußerte sich Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble nach der Brandkatastrophe in Ludwigshafen. Und da ist schon etwas Wahres dran. Das bewies auch der Jahresbericht der Freiwilligen Feuerwehr Gronau, den Stadtbrandinspektor Bernd Schatz am Samstagabend während der Jahreshauptversammlung der Gesamtwehr Gronau vorlegte. Die Versammlung fand im Gerätehaus des Löschzuges Epe statt, und mehr als 150 Feuerwehrmitglieder und deren Gäste waren der Einladung gefolgt.

516 Feuerwehreinsätze, 3 981 Einsatzstunden, dazu kamen 5 063 Übungsstunden im Jahr 2007. Das Feuerwehrpersonal nahm an insgesamt 202 Lehrgängen teil. Eine beachtliche Zahl, wie Bernd Schatz feststellte. Der Rettungsdienst fuhr 4 728 Einsätze, und 582 Kinder aus 25 Kindergartengruppen erhielten eine Brandschutzunterweisung. Insgesamt 12,89 Euro kostete im Jahre 2007 jeden Bürger der Stadt die Feuerwehr. Die Gesamtwehr besteht aus 247 Mitgliedern, von denen in Gronau 82 Personen und in Epe 84 Personen aktiv tätig sind. Seit Jahren gibt es kaum Veränderungen in den Mitgliederzahlen, so Bernd Schatz. Der Löschzug Gronau hat bei den aktiven Feuerwehrmitgliedern einen Altersdurchschnitt von 33 Jahren und der Löschzug Epe von 35 Jahren. 1 402 Fahrzeugeinsätze mit insgesamt 1 284 Fahrzeugstunden beweisen die Einsatzfähigkeit der Gesamtwehr Gronau. 156 Brandeinsätze fuhr die Wehr und war bei 299 Hilfeleistungen zugegen. Dazu kamen einige blinde Alarme, Fehlalarme durch Brandmeldeanlagen und Brand-Sicherheitswachen. Bei all diesen Einsätzen waren statistisch 4 646 Feuerwehrfrauen und -männer insgesamt 3 981 Stunden im Einsatz. Hinzu kamen 45 Ausbildungsabende des Löschzuges Gronau und 47 Ausbildungsabende des Löschzuges Epe.

In den 4 728 Einsätzen (1 102 Notarzteinsätze und 3 626 Krankentransporte) fuhr der Rettungsdienst insgesamt 77 591 Kilometer. Bei sechs Großbränden im vergangenen Jahr war die Wehr besonders gefordert. Hier verzeichnete die Wehr allein sechs Unfälle, wovon fünf auf Überhitzung beim Altexbrand zurückzuführen waren.

Bürgermeister Karl-Heinz Holtwisch lobte den Einsatz des Feuerwehrpersonals. Er drückte durch sein Erscheinen zur Jahreshauptversammlung seine Wertschätzung der Wehr gegenüber aus und äußerte den Wunsch, dass nicht nur junge Menschen, die ihre Wurzeln in Gronau haben, den Weg zu den Hilfsorganisationen finden sollten.

Bezirksbrandmeister Klaus Mönch überbrachte die Grüße des Regierungspräsidenten und bedankte sich besonders bei den Betreuern der Jugendfeuerwehr, die durch ihre Arbeit den Bestand der Wehr und somit die Sicherheit in der Stadt gewährleisten.

Johannes Thesing stellte sich als neuer Kreisbrandmeister vor. Der beim Kreis Borken angestellte Brandschutztechniker ist Nachfolger von Heinz Tenspolde, der nach Erreichen der Altersgrenze seine Amtsgeschäfte im vergangenen Jahr an Johannes Thesing übergeben hatte. „Wir haben ein gemeinsames Ziel vor Augen, in Not geratenen Menschen schnelle und professionelle Hilfe zu bringen und Gefahren abzuwehren.“ Die Feuerwehr sei kein Hobby, so der Kreisbrandmeister, sondern eine Lebenseinstellung, in die man sich einbringe und allzeit bereit sei, sich uneigennützig und unentgeltlich neben dem Beruf an 365 Tagen zu jeder Tages- und Nachtzeit einzusetzen. Er dankte den Kameraden und Ausbildern aus Gronau, die sich bei den vielschichtigen überörtlichen Gefahrenabwehr-Projekten beim Kreis und des Kreis-Feuerwehrverbandes einsetzen. „Ihr tragt aktiv dazu bei, dass unsere Feuerwehren im Kreis durch eure Ausbildung auf hochqualifiziertes Personal zurückgreifen können.“

Während der Jahreshauptversammlung beförderte Bernd Schatz eine große Anzahl Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner. Feuerwehrmann-Anwärter wurden Henning Groll und André Jahnke. Rilana Voigt wurde Feuerwehrfrau, Sascha Kram, Alak Sleyman, Michael Ostenförth, Thorsten Schiwek und Karl-Heinz Mertens wurden Feuerwehrmänner. Maria Stehning ist jetzt Oberfeuerwehrfrau, und Mark Damann, Jörg Große-Frericks, Stefan Maibaum, Tobias Pohl, Jacek Przedpelski, Michael Radau, Alexander Westphal und Bernd Sibbing sind nun Oberfeuerwehrmänner. Unterbrandmeisterin wurde Mareike Kalbrunner und Unterbrandmeister Manuel Haupt, David Meyer, Martin Lukawski, Gregor Verst, Benjamin Rosprim, Enrico Schoenke. Bereits vor kurzer Zeit waren Heiko Bertels, Christian Rose, Robin Thebelt und Jens Wienken zu Unterbrandmeistern befördert worden.

Brandmeister sind nun Sebastian Kocks und Dieter Morsmann, Oberbrandmeister Dirk Bartsch. Brandinspektoren sind nun Thomas Nacke und Josef Töns, und nach Absolvierung von Speziallehrgängen konnte Wolfgang Bräuer sogar zum Brandoberinspektor befördert werden.

Die Sonderauszeichnung des Landesfeuerwehr-Verbandes für 50-jährige Mitgliedschaft in der Freiwilligen Feuerwehr erhielten Dieter Eversen, Wilfried Lammers und Heinrich Völkers.

Vier Personen wurden im vergangen Jahr in die Alters-Ehrenabteilung der Wehr überstellt. Darüber hinaus wurden zwei weitere Personen zu Fachberatern ernannt.

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