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Mann auf Acker überfahren

22-Jähriger vom Totschlag-Vorwurf freigesprochen

Gronau/Rheine

Eine wilde Verfolgungsjagd, zusammenkrachende Autos, ein pöbelnder Mob, viele widersprüchliche Zeugenaussagen: Der Prozess gegen einen jungen Mann aus Gronau hatte es in sich. Der Vorwurf des versuchten Totschlags ließ sich aber nicht erhärten.

Von Jörg Homering

Familienstreit und Verfolgungsjagd: Der Vorwurf des versuchten Totschlags gegen einen jungen Mann aus Gronau ließ sich vor dem Landgericht Münster nicht erhärten. Verurteilt wurde er allerdings wegen unterlassener Hilfeleistung. Foto: dpa

Hat der damals 22-jährige Angeklagte auf dem Fahrersitz gesessen? Hat er mit seinem Wagen den 32-jährigen Mann auf dem Acker nahe der Canisiusstraße in Rheine überfahren? Das konnte ihm das Landgericht Münster in acht Verhandlungstagen nicht eindeutig nachweisen. Der Vorwurf des „versuchten Totschlags“ ließ sich nicht erhärten; in diesem Punkt wurde der Angeklagte freigesprochen. Verurteilt wurde er wegen unterlassener Hilfeleistung zu vier Wochen Dauerarrest, die mit der Untersuchungshaft verrechnet wurden. Und er muss dem Opfer 600 Euro „Wiedergutmachung“ zahlen.

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