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Gronauer Netzwerk Migration tagt digital

Fünf neue Projekte vorgestellt

Gronau

Wie der Name schon sagt, geht es beim Gronauer Netzwerk Migration (Gro-Net) um die Vernetzung aller Akteure in diesem Bereich. Doch die Vernetzer mussten für ihre erste Hauptversammlung des Jahres jetzt ihrerseits auf ein Netz zurückgreifen: das Internet – die Sitzung fand digital statt.

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Wie junge Geflüchtete, die nur geduldet sind oder eine Aufenthaltsgestattung haben, in Ausbildung und Arbeit durchstarten können, darum geht es in einem Projekt des Kommunalen Integrationszentrums des Kreises Borken. Foto: Andreas Arnold/dpa

Die über 30 Teilnehmenden, die der städtische Integrationsbeauftragte Ahmet Sezer eingeladen hatte, berichteten über ihre Arbeit in Zeiten von Corona. Beratungsstellen und Jugendzentren sind auf digitalen Kanälen erreichbar. Persönliche Einzelberatungen sind vielerorts zusätzlich möglich. Beispielsweise können bei der DRK-Integrationsagentur, dem Jugend-Migrationsdienst und der Caritas- Migrationsberatung persönliche Beratung mit Anmeldung erfolgen.

Die Teilnehmenden waren sich einig, dass die Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie die Menschen besonders stark trifft, die ohnehin vor besonderen Herausforderungen stehen. Dazu gehören auch Menschen, die erst seit Kurzem in Gronau leben.

Trotz aller Beschränkungen gibt es auch neue Projekte: Abir Yalcin und Birgit Behle berichteten, dass das Kommunale Integrationszentrum des Kreises Borken die Landesinitiative „Durchstarten in Ausbildung und Arbeit“ in Kooperation mit den kreisangehörigen Kommunen umsetzt. Ein Coaching sowie eine Beratungsstelle für die Zielgruppe „Zugewanderte mit einer Duldung oder Aufenthaltsgestattung 18 bis 27 Jahre“ sind in Gronau unter der Trägerschaft der Geba (Gesellschaft für Berufsförderung und Ausbildung mbH) angesiedelt.

Britta Siepmann und Ruth Schmedding stellten die neue Ehrenamtsinitiative „Mitgestalten – Migration Integration Teilhabe“ vor, die unter dem Dach Sozialberatung Gronau ins Leben gerufen wurde.

Silke Uelsmann (Caritasverband) und Jan Meller (DRK-Integrationsagentur) stellten das neue Projekt „Digitale Helden“ vor, bei dem ehrenamtlich Engagierte im Umgang mit digitalen Medien geschult werden.

Silke Foelmann, Jugendamt der Stadt Gronau, Stabstelle Inklusionskoordination, erklärte, was es mit dem Projekt Kommunikationsbuch für Kommunikationsbeeinträchtigte auf sich hat: „Bei dem Projekt geht es darum, ein Kommunikationsbuch, das bereits in der Kommunikationsförderung schwer beeinträchtigter Menschen eingesetzt wird, auch in der jeweiligen Muttersprache zur Verfügung zu stellen. So können wir Familienangehörige bei der Kommunikationsförderung unterstützen, ohne dass sie dafür selbst ausreichende Deutschkenntnisse haben müssen.“

Irina Konetzka und Tanja Schlamann stellten den neu gegründeten Deutsch-Osteuropäischen Integrationsverein für Kultur, Wirtschaft und Sport vor. Dessen Ziele sind die Integration Osteuropäischer Migranten und interkultureller Austausch; Sport, Musik, Freizeit- und Bildungsangebote für Kinder, Jugendliche und Erwachsene; die Kooperation mit deutschen Vereinen und anderen Kulturvereinen.

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