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Aufnahme zusätzlicher Flüchtlinge: Denkbar knappe Entscheidung im Stadtrat

Gronau unterstützt „Seebrücke“ nicht

Gronau

Die Stadt Gronau wird kein „Sicherer Hafen“ für Geflüchtete. Auch beim zweiten Versuch scheiterte ein entsprechender Antrag im Rat. Die Abstimmung endete unentschieden. Die Gegner begründeten ihre Ablehnung unter anderem mit der Arbeitsbelastung der Verwaltung.

-rs-

Die Seebrücke hat vor dem Gronauer Rat erneut Schiffbruch erlitten. Foto: Seebrücke

Die Stadt Gronau schließt sich dem Städtebündnis „Sicherer Hafen“ für Bootsflüchtlinge aus dem Mittelmeer nicht an: Denkbar knapp scheiterte am Mittwoch im Rat ein entsprechender Antrag der UWG-Fraktion, der von den Bündnisgrünen und der Fraktion GAL/Die Linke unterstützt wurde. 21 zu 21 Stimmen standen am Ende nach gut einstündiger Diskussion zu Buche. Gegen den Vorstoß ausgesprochen hatten sich CDU, FDP und Pro Bürgerschaft, dafür waren neben den genannten Parteien die SPD und die WEG. Da ein Patt keine Mehrheit bedeutet, wurde der Antrag somit abgelehnt – sehr zur Enttäuschung einiger Sympathisanten der „Seebrücke“, die im Saal des WZG anwesend waren. Die Initiative hatte ein Bürgerbegehren gestartet. Es hat zum Ziel, dass Kommunen sich im Rahmen der Aktion nicht nur solidarisch mit den Menschen erklären, die über das Mittelmeer den Fluchtweg aus Krieg und Armut suchen, sondern sich zudem bereiterklären, zusätzlich zum offiziellen Verteilungsschlüssel weitere aus Seenot Gerettete direkt vor Ort aufzunehmen.

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