Internationale Wochen gegen Rassismus

Gronau zeigt Kante

Gronau

Der Beginn der Internationalen Woche gegen Rassismus ist am 16. März. Just an diesem Tag lädt die AfD in Gronau zu einem „Bürgerdialog“. Für ein breites Aktionsbündnis ein Anlass, im Rahmen einer Trauer- und Gedenkveranstaltung auch gegen die selbst ernannte „Alternative für Deutschland“ zu demonstrieren.

fz/pd

Blumen und Fotos der Opfer erinnern vor dem Kiosk in Hanau-Kesselstadt an die Opfer des Anschlags vom 19. Februar. Auch in Gronau soll am Foto: Boris Roessler/dpa

Hanau ist gut 300 Kilometer von Gronau entfernt. Trotzdem hat der rechtsterroristische Anschlag vom 19. Februar auch in der Dinkelstadt einen Widerhall ausgelöst. Im Rahmen der Internationalen Woche gegen Rassismus (16. bis 29. März) findet deshalb auch in Gronau eine Trauer- und Gedenkveranstaltung statt. Motto: „Gronau zeigt Kante“.

Zweimal haben sich die Organisatoren unter Federführung des Gronauer Netzwerks Migration (Gro-Net) getroffen und mit Beteiligung eines großen Bündnisses die Auftaktveranstaltung für die Themenwoche in den Stil gestoßen. Sie beginnt am 16. März (Montag) um 18 Uhr am Alten Rathausturm. Zunächst wird Bürgermeister Rainer Doetkotte eine Ansprache halten. Anschließend soll eine gemeinsam verfasste Resolution vorgelesen werden. Der zweite Teil der Veranstaltung besteht dann aus einem Protestmarsch zum Kirmesplatz vor der Bürgerhalle. In der Bürgerhalle hat die AfD-Landtagsfraktion einen sogenannten Bürgerdialog geplant (sofern diese nach dem Brand wieder freigegeben ist).

Weiter im Programm der Themenwoche geht es dann am 20. März (Freitag). Ab 12 Uhr sind dann das Gro-Net und die AG Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage sowie weitere Kooperationspartner vor der St.-Antoniuskirche in der Innenstadt präsent. Auf spielerische und unterhaltsame Art sollen dann Informationen zum Thema vermittelt werden. Außerdem ist das Virtuelle Migrationsmuseum vor Ort. In mehreren Ausstellungskuben werden Lebenswege und gesellschaftliche Entwicklungen zu Themen wie Bildung, Arbeitsmigration, Flucht oder Rassismus vermittelt. Das Museum enthält über 40 Interviews von Migrantinnen und Migranten sowie 1000 digitalisierte Objekte aus der Sammlung des Vereins Dokumentationszentrum und Museum über die Migration in Deutschland (Domid). Ein Ratespiel lädt dazu ein, sich über den Migrationsbezug von alltäglichen Gegenständen Gedanken zu machen. An einer Multimedia-Station können die Besucher Videobotschaften hinterlassen und in sozialen Netzwerken teilen. Für Jugendliche besteht darüber hinaus die Möglichkeit, an dem Workshop „Mit Objekten lernen – Rassismus begreifen“ teilzunehmen.

Filmnachmittage stehen am 23. und 25. März (Montag und Mittwoch) auf dem Programm. Gezeigt wird der Kinderfilm Honigkuckuckskinder von Willy Brunner. Am 23. März läuft er um 16 Uhr im Café International im Pfarrhof St. Agatha, Von-Keppel-Straße 1, und am 25. März um 17 Uhr im Haus der Begegnung, Jöbkesweg 5.

Ansprechpartner bei der Stadt ist der Integrationsbeauftragte Ahmed Sezer, 02562 12214.

Startseite