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„Wings for Life World Run“ startet am kommenden Sonntag

Gute Sache und Gemeinschaftsgefühl

Epe

Ein weltumspannender Lauf für eine gute Sache, bei dem alles anders ist, als bei anderen Läufen. Das ist der „Wings for Life World Run“. Mit dabei ist das Team Münsterland. Weitere Teilnehmende sind willkommen.

-gp-

Imke Minor-Kottig und ihr Mann Ingo wollen Foto: privat

„Mitstreiter gesucht“, lautet der Appell von Imke Minor-Kottig. Am Sonntag möchte die Volleyballerin des TV Westfalia Epe beim „Wings for Life World Run“ möglichst viel Geld für die Rückenmarksforschung sammeln. Der „Wings for Life World Run“ ist weltweit der wohl größte Charitylauf. „Wings for Life“ ist eine Stiftung für Rückenmarksforschung, die daran arbeitet, eine Heilung für Querschnittslähmung zu finden. Sie fördert Forschungsprojekte und klinische Studien rund um den Globus. „Die Frage ist nicht, ob effektive Behandlungen und Heilmethoden gefunden werden, sondern wann“, sagt Prof. Dr. Dr. Jan Schwab, Wissenschaftlicher Direktor der „Wings for Life“.

Das ließ Ingo Kottig aufhorchen. Seit 2001 ist er durch einen Motorradunfall querschnittsgelähmt und im Rollstuhl unterwegs. Seine Frau Imke Minor-Kottig, hatte von dem Charitylauf gehört und das „Team Münsterland“ gegründet, um die Aktion zu unterstützen und beim Lauf dabei zu sein. 184 236 Läufer und Rollstuhlfahrer in 151 Ländern waren 2021 dabei.

Virtuelle Ziellinie

Beim „Wings for Life World Run“ ist so ziemlich alles anders, als man es von anderen Läufen kennt. Der Startschuss fällt weltweit um 11 Uhr koordinierter Weltzeit (UTC), das heißt in Deutschland um 13 Uhr. Jeder kann ganz für sich allein, dort wo er gerade ist, laufen oder sich mit anderen zusammentun.

In Metelen treffen sich einige Teilnehmer des „Teams Münsterland“ am Parkplatz an der Landwehr (an der Partyscheune Wiggenhorn), um dort ihre Runden entlang des Prozessionswegs zu laufen. Es gibt keine Ziellinie, das Rennen ist vorbei, wenn die Teilnehmer von der fahrenden Ziellinie, dem virtuellen „Catcher Car“ überholt werden. 30 Minuten nach dem Start fährt es los und erhöht schrittweise die Geschwindigkeit.

Spaziergänger werden so schon nach zwei, drei oder vier Kilometern eingeholt, während der weltweite Sieger im vergangenen Jahr unglaubliche 66 Kilometer geschafft hat. Egal, wie schnell man unterwegs ist, die gute Sache und das Gemeinschaftsgefühl stehen im Vordergrund – so auch beim Team Münsterland: „Wie langsam du auch läufst – du schlägst alle, die zu Hause bleiben“, betont Imke Minor.

1800 Euro gilt es zu toppen

2021 hat das Team Münsterland 1800 Euro gesammelt. „Das zu toppen, wäre natürlich ein Traum“, sagt Teamcaptain Imke Minor. Es gibt auch die Möglichkeit, Läufer des Teams mit einem Betrag pro Kilometer zu sponsoren oder „nur“ eine Spende unter „Team Münsterland“ zu tätigen.

Informationen unter wingsforlifeworldrun.com. Dort gibt es auch die Run-App für 20 Euro, um aktiv im „Team Münsterland“ mitzulaufen.

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