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Entscheidung des Stadtrats

Gymnasium soll wieder fünfzügig werden

Gronau

Schon ab dem kommenden Schuljahr soll das Gymnasium wieder fünf Eingangsklassen bilden. Die Oberstufe soll bis zum Schuljahr 2026/27 vierzügig ausgebaut werden. Das hat der Stadtrat am Mittwoch auf Empfehlung des Schulausschusses beschlossen. Hintergrund des Beschlusses ist die Notwendigkeit, dass die Stadt als Schulträger gegenüber der Bezirksregierung eine Zügigkeit des Gymnasiums beantragen muss. Diese Festlegung ist dann Planungsgrundlage für die Ausstattung der Schule.

Frank Zimmermann

Der Namenspatron des Gymnasiums: Werner von Siemens Foto: Norbert Diekmann

Grundlage für die Empfehlung des Schulausschusses war neben der Sitzungsvorlage der Verwaltung auch eine Schülerzahlprognose für die weiterführenden Schulen. Diese hatte die Verwaltung beim Planungsbüro Schulentwicklungsplanung-Beratung (SEP) in Auftrag gegeben. SEP geht von steigenden Schülerzahlen aus, sodass sich für das Gymnasium zunächst vier, später aber fünf Züge ergeben würden.

Die Verwaltung empfiehlt denn auch in der Sitzungsvorlage, die Fünfzügigkeit für das Gymnasium ab dem Schuljahr 2023/24 zu beschießen. Dabei folgt die Verwaltung auch der Argumentation von Thomas Herden, Leiter des Werner-von-Siemens-Gymnasiums. Herden wird in der Sitzungsvorlage mit dem Argument zitiert, dass Eltern, die ein Kind mit Gymnasialempfehlung haben, das Kind auch unbedingt aufs Gymnasium schicken wollen. Dementsprechend würden sie ihre Kinder, wenn die nicht am Gronauer Gymnasium unterkommen, eher nach Ahaus oder in die Bardel schicken als auf die Gesamtschulen.

Doch die Empfehlung der Verwaltung ging den Politikern am Dienstagabend nicht weit genug: „Warum gehen wir für das Gymnasium nicht gleich auf fünf Züge?“, fragte Josef Rörick (UWG). Und genau das beantragte dann Bernhard Greitenevert (CDU). „Um nicht immer Ausnahmeregelungen bei der Bezirksregierung erfragen zu müssen“, wenn mehr Kinder am Gymnasium angemeldet würden.

Doris Ströing, Fachdienstleiterin Jugend, Schule und Sport, ließ durchblicken, dass ein Mitarbeiter der Bezirksregierung ihr gegenüber in einem Gespräch signalisiert habe, dass die Bezirksregierung bei einem solchen Antrag mitgehen, also die Fünfzügigkeit des Gymnasiums schon für das kommende Schuljahr genehmigen würde. Daraufhin sprachen sich auch Birgit Tegetmeyer (CDU) und Jörg von Borczyskowski (UWG) für Greiteneverts Antrag aus.

Franz Küstner-Rensing (Piraten) gab noch zu bedenken, dass die Berechnungen für die Oberstufe zu knapp bemessen sein könnten, insbesondere wenn an der Gesamtschule in Epe keine Oberstufe zustande komme und diese Schüler dann auch noch an der Laubstiege aufgefangen werden müssten. In diesem Punkt blieb es bei der Abstimmung aber bei der Verwaltungsvorlage.

Die Leiterinnen der Gesamtschulen – Dagmar Dengler (Epe) und Ursula Steuer (Gronau) – verfolgten die Diskussion und die Entscheidung und zeigten sich anschließend schockiert davon, dass ihre Schulen „überhaupt nicht vorkamen“.

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