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Firma „Casa Por“ erstellt Bauteile, konstruiert erforderliche Maschinen und errichtet ein eigenes Motel

Hotelmodule aus dem Baukasten

Gronau

Ein 4000 Quadratmeter großer Hallenkomplex ist an der Benzstraße im neuen Gronauer Gewerbegebiet westlich der Steinfurter Straße schon entstanden. Vor den drei Hallen laufen derzeit die Bauarbeiten für das erste von künftig zwei Verwaltungsgebäuden – und das Bauschild liefert schon den Ausblick, dass zukünftig weitere 1700 Quadratmeter Hallenfläche entstehen werden. Und das ist noch nicht alles: In unmittelbarer Nachbarschaft soll ein günstiges Motel mit 48 Zimmern und einer großen Zahl von Lkw-Stellplätzen entstehen.Wie das alles zusammenhängt, weiß Bernd Heming. Bei dem Planer aus Epe laufen nämlich die Fäden dafür zusammen.

Von Guido Kratzke

In der hydraulisch auseinanderfahrbaren Form werden die Röhren mit einem Beton gegossen, in dem sich kleine Fasern (rundes Foto) zur Stabilisierung befinden. Mit zwei 25-Tonnen-Kränen werden die fertigen Kuben in der Halle an die nächste Position gefahrenBernd Heming zeigt die kleinen Kugeln, die dem Beton beigefügt werden und dafür sorgen, dass die Wandflächen Flüssigkeiten aufnehmen und wieder abgeben können.14 Mal wird der orange Betonkübel mit einer eigens erstellten Mischung gefüllt und sein Inhalt dann manuell in die große Form gegeben – ein System, das später auch in Schwellenländern von angelernten Arbeitskräften Foto: Guido Kratzke

Während die rechte und die mittlere Halle aktuell noch leer sind, befinden sich in der linken bereits erste Gerätschaften. Neben einer Betonmischanlage steht ein großes Metallgehäuse. „Darin werden wir zukünftig die Module für unsere Gebäude in Beton gießen“, erklärt Heming. Sieben mal 3,50 Meter groß werden die gegossenen Röhren sein, die künftig im benachbarten Motel den Raum für eine Wohneinheit bieten sollen. Seitenwände, Boden und Decke – alles wird in einem Schritt gegossen und nach der Trocknung mit einem großen Kran aus der Form herausgefahren. Als Außenfassade kommt eine Fensterfront davor. „Die Wand zum Flur ist zugleich der Schacht und besteht aus Toilette, Waschbecken und einer Innenwand“, verweist Heming beim weiteren Ausbau auf vorgefertigte Module. Ein weiteres besteht aus der Küchenzeile, deren Rückwand zugleich Wand für das Badezimmer ist und die Duscharmaturen aufnimmt. „Es gibt auch eine behindertengerechte Variante mit extra breiten Türen“, verweist Heming auf die Variabilität, die auch in der Auswahlmöglichkeit zwischen Einzel- und Doppelbetten bestehen wird.

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