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Hegeringleiter mahnt zu Rücksichtnahme auf Wildtiere

Hund hetzte Rehe

Gronau

Ein Hund macht sich von der Leine frei und hetzt ein Reh. Sollte nicht passieren, passiert aber immer wieder. Deshalb appelliert Hegeringleiter Robert Freimuth an die Hundehalter – aber nicht nur an sie.

wn

Die Begegnung zwischen frei laufendem Hund und Reh geht oft nicht gut aus. Foto: Carsten Meyer

Ein freilaufender Hund hetzt ein Reh in freier Wildbahn – wieder einmal. Wie ein Jagdaufseher jetzt dem Hegeringleiter meldete, hatte sich beim Spaziergang ein nicht angeleinter Hund aus dem Einwirkungsbereich seines Halters entfernt und war auf ein Rudel von fünf Rehen zugelaufen. Als diese die Flucht ergriffen, wurde eines der Rehe von dem Hund verfolgt. Dank der offensichtlich besseren Kondition des Rehs ließ der Hund von der Verfolgung ab. Der Hundehalter schaute dem Geschehen zu, ohne seinen Vierbeiner zurückzupfeifen, und verschwand.

Diesen Vorfall nimmt der Leiter des Hegerings Gronau, Robert Freimuth, zum Anlass darauf hinzuweisen, dass Halter ihre Hunde nicht frei laufen lassen sollten. „Für Rehe und andere Wildtiere sind nicht angeleinte Hunde eine große Gefahr, wenn sie sich aus der Befehlsgewalt ihrer Besitzer entfernt haben.“ Und, so Robert Freimuth weiter: „Dabei werden auch weitere Gefahren verursacht, nämlich dann, wenn von Hunden gehetztes Wild auch über Straßen wechselt und einen Verkehrsunfall verschulden, wobei auch Menschenleben gefährdet sein könnten.“ Das müsse unbedingt vermieden werden.

Insbesondere im Hinblick auf die bald beginnende Brut- und Setzzeit dürften Hunde und Katzen nicht frei streunen. Sie seien eine Bedrohung für alle Wildtiere der Natur. Viele Bodenbrüter gehörten zu den geschützten Arten, wie z. B. der Kiebitz. Ihre Gelege seien eine leichte Beute. Auch Junghasen fielen immer wieder streunenden Katzen zum Opfer.

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