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„Coffee Colorato“: Junges Start-up entwickelt sich im Markt dynamisch

Imageplus auch für den Standort

Gronau

Mit ihrer Geschäftsidee eines Getränkedruckers, der als personalisiertes Marketingtool in erster Linie für gastronomische und gewerbliche Unternehmen eingesetzt werden kann, überzeugten die beiden Gronauer Brüder Sandro und Angelo Torcia die Investoren beim VOX-Start-up-Format „Die Höhle der Löwen“. Mehr als ein Jahr später hat sich das Unternehmen prächtig entwickelt – auch dank der fortwährenden Unterstützung von Dagmar Wöhrl und Carsten Maschmeyer.

Von Ralph Schippers

Freuen sich über die Partnerschaft vor Ort (v.l.): Die Kooperationspartner Lena Esseling und Sandro Torcia („Coffee Colorato“) sowie Antonio Isik vom Grand Café Gronau.Freuen sich über die Partnerschaft vor Ort (v.l.): Die Kooperationspartner Lena Esseling und Sandro Torcia („Coffee Colorato“) sowie Antonio Isik vom Grand Café Gronau. Foto: Ralph Schippers

Im vergangenen Jahr schoss ihr Bekanntheitsgrad durch die Teilnahme am Gründer-TV-Format „Die Höhle der Löwen“ (DHDL) quasi über Nacht in die Höhe. Mit ihrer Geschäftsidee eines Getränkedruckers, der als personalisiertes Marketingtool in erster Linie für gastronomische und gewerbliche Unternehmen eingesetzt werden kann, überzeugten die beiden Gronauer Brüder Sandro und Angelo Torcia die potenziellen Investoren der Vox-Reihe auf Anhieb. Mit Dagmar Wöhrl und Carsten Maschmeyer fanden sie potente Geldgeber, die sie mit ihrem Start-up fortan als Berater fachkundig unterstützten. Seitdem hat sich viel getan: Das junge Unternehmen prosperiert, die Idee, Getränke als Marketinginstrument über das Teilen in sozialen Netzwerken zu nutzen, kommt an.

„Es passt einfach in die Zeit“, wie es Sandro Torcia beim Pressetermin im Grand Café formuliert. Ein Ort, der mit Bedacht gewählt ist, ist doch das kürzlich eröffnete Restaurant an der Mühlenmathe vor Ort der erste Kooperationspartner von „Coffee Colorato“, so der Name der Start-ups, das die beiden Brüder 2017 aus der Taufe gehoben haben (wir berichteten).

Expansion in die USA

„Darüber freuen wir uns natürlich sehr“, sagt Sandro Torcia, der als geschäftsführender Gesellschafter fungiert, während sein Bruder, studierter Betriebswirt, sich als stiller Teilhaber beim Tagesgeschäft im Hintergrund hält und sich stattdessen auf die strategischen Fäden konzentriert. Sandro Torcia legt Wert darauf, mit dem Unternehmen, das jetzt auch in die USA expandiert, in Gronau präsent zu sein. „Ich bin hier geboren und aufgewachsen, es liegt mir etwas an der Stadt“, will der 28-jährige frühere Schüler des Werner-von-Siemens-Gymnasiums und der Fridtjof-Nansen-Realschule die Stadt an Trends teilhaben lassen und ihr damit ein Imageplus verpassen. So war es von Beginn an klar, dass der Firmensitz in der Dinkelstadt sein wird. Von der Poststraße aus verlaufen die Absatzkanäle in alle Welt.

Beim Pressetermin führen er und Marketing-Managerin Lena Esseling das Standgerät des Getränkedruckers vor. Die rund 1500 Euro teure große Variante des Druckers – es existiert zudem noch eine mobile Version – ist mit 90 Prozent Anteil der Verkaufsschlager im Portfolio. Dank der innovativen Drucktechnologie ist es möglich, eine breite Palette vom Logo über den (Werbe-)Spruch, Schriftzug oder sogar Selfie (über das Add-on Webcam) auf den Kaffeeschaum oder sonstige Getränkeoberfläche zu zaubern. Um die Grafiken zu erzeugen, wird geschmacksneutrale Lebensmittelfarbe verwendet. Bei der Produktion der Kaffeedrucker, die übrigens für Events auch gemietet werden können, arbeitet „Coffee Colorato“ mit internationalen Partnern zusammen.

Was sagt der Jungunternehmer rückblickend über die Teilnahme an „DHDL“? „Ganz klar, wir haben profitiert“, kommt die Antwort umgehend. Dies sowohl finanziell als auch durch die fachliche Begleitung der beiden Investoren und deren Teams. Auch die Erhöhung des Bekanntheitsgrades durch die Ausstrahlung in einem bekannten Fernsehformat habe das Produkt gepuscht. Der – keineswegs zu unterschätzende – „Rest“ ist harte Arbeit. Aufbau digitaler Vertriebswege, Besuche bei Kaufinteressenten bei Großunternehmen wie bekannte Autohäuser wie Porsche oder Versicherungen wie die Allianz AG (um nur einige Beispiele zu nennen), Teilnahme an Fachmessen und und und: Unter 60 Stunden dauert die Arbeitswoche des „Managing Director“ nie. Meistens sind es 80 oder sogar noch mehr. „Wenn man brennt für eine Sache und darüber hinaus den Erfolg sieht, macht das aber nichts aus – zumindest gilt das für mich“, sagt der 28-Jährige, der so auch der Corona-Krise trotzte.

Geschäftserfolg trotz Corona-Krise

Diese Leidenschaft für die Sache und den Einsatzwillen teilt der einstige Mitarbeiter der Firma Mondi, jetzt Nitto, mit seiner Lebensgefährtin, die im Frühjahr in die Firma eingestiegen ist. „Sie ist der kreative Kopf im Team“, weiß ihr Lebensgefährte die Kompetenz der 25-Jährigen, die für die neue Herausforderung ihren festen Arbeitsplatz bei einem Heeker Energieunternehmen aufgab, zu schätzen. „Wir diskutieren gerne und entwickeln neue Ideen“, berichtet der Jungunternehmer. Und so ist „Coffee Colorato“ bei dem Paar des Öfteren auch nach Feierabend Thema. Normal bei erfolgreichen Start-uppern!

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