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Zwei Granaten kontrolliert gesprengt

In einem Umkreis von 30 Metern tödlich

Gronau

Der Kampfmittelräumdienst hat am Dienstag zwei Granaten kontrolliert gesprengt. Die Sprengkörper waren am Montagabend entdeckt worden. Und sie waren durchaus brisant.

Martin Borck

Die Polizei sperrte den Fundort ab. Auf der Fläche vor dem Neubau Foto: Borck

Ein dumpfer Knall ertönt am Dienstag um 11.45 Uhr im Buterland: Die erste von zwei Granaten ist kontrolliert gesprengt worden. Die gefährlichen Überreste aus dem Zweiten Weltkrieg waren am Montagabend bei Ausschachtarbeiten an einer Baustelle im Bereich An der Ziegelei/Gleis-Preister-Straße entdeckt worden. Noch am Montagabend wurden Polizei und Ordnungsamt informiert. Die wiederum benachrichtigten den Kampfmittelräumdienst. Zwei Mitarbeiter kündigten sich für den Dienstagvormittag an. „In der Nacht hat ein Sicherheitsdienst die Fundstelle gesichert“, so der Leiter des Gronauer Fachdienstes Sicherheit und Ordnung, Rainer Hoff, am Dienstag an der Fundstelle.

Die Anwohner wurden am Dienstag evakuiert. „Wer keine private Möglichkeit hatte, irgendwo anders unterzukommen, dem haben wir angeboten, zur Rathaus-Außenstelle Iltisstraße zu gehen“, so Hoff.

Die Fachleute vom Kampfmittelräumdienst entschieden nach der Sichtung des Fundes, die beiden Sprengkörper – eine Splittergranate und eine Panzergranate mit einem Kaliber von 8,8 Zentimeter – vor Ort zu sprengen. „Sie waren nicht transportfähig, so Sprengmeister Brunner. Das bei den Granaten verwendete „vorgespannte Zündsystem“ ist brisant, die Vorsichtsmaßnahmen waren daher durchaus gerechtfertigt. „So eine Splittergranate tötet alles im Umkreis von 30 Metern“, so Brunner.

Die Zufahrt zum gesperrten Gebiet wurde von Polizeiwagen gesperrt. Mitarbeiter des Ordnungsamts stoppten Autofahrer, die in das gesperrte Gebiet einfahren wollten. „In einer halben Stunde können Sie wieder hinein.“ Sie stießen auf großes Verständnis: „Passen Sie gut auf sich auf!“, so eine Frau, bevor sie wendete.

Auf einer freien Fläche war inzwischen eine Grube ausgehoben worden, in die die Granaten gelegt wurden. Mit einem Bagger wurde eine Ladung Sand darauf geschüttet. Dann brachten sich auch die beiden Sprengmeister in Sicherheit. Ein Signal ertönte, einer der Sprengmeister zählte laut von drei herunter – dann erfolgte die Sprengung.

Auch die zweite Granate wurde anschließend erfolgreich gesprengt, ohne Schaden anzurichten. Die Nachbarschaft durfte anschließend wieder zurück in ihre Häuser.

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