Antrag von „Pro Bürgerschaft“/Piraten
Inklusionsplan Bildung ergänzen
Gronau
Eine Fortschreibung des Inklusionsplanes Bildung der Stadt hat jetzt die Fraktion „Pro Bürgerschaft“/Piraten) in einem Antrag an die Stadtverwaltung gefordert. Herbert Krause und Stephan Strestik regen an, das Thema auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung des Jugendhilfeausschusses (27. September) beziehungsweises des Schulausschusses (4. Oktober) zu setzen.
Die Antragsteller erinnern daran, dass der Inklusionsplan Bildung nach einem entsprechenden Arbeitsauftrag durch die Verwaltung zusammengestellt und in der Ratssitzung vom 31. Januar 2018 beschlossen wurde. „Damit wurde einerseits ein langwieriger Forderungs- und Diskussionsprozess abgeschlossen, andererseits die Inhalte des dritten Artikels der Grundsätze der UN-Behindertenrechtskonvention als Leitbild auch für unsere Stadt verbindlich verankert“, heißt es im Antrag. Dabei geht es unter anderem um Begriffe wie Achtung der Würde, Autonomie, Selbstbestimmung, Nichtdiskriminierung, Volle Teilhabe und Einbeziehung in die Gesellschaft, Achtung der Unterschiedlichkeit und Akzeptanz der Vielfalt, Chancengleichheit und Barrierefreiheit. Der vorliegende bildungsorientierte Inklusionsplan lässt allerdings nach Meinung von „Pro Bürgerschaft“/Piraten noch andere – auch entscheidende – Handlungsfelder aus, wie zum Beispiel etwa die Bereiche Arbeit, Wohnen, Gesundheit, Freizeitgestaltung, Inklusions-Internet oder Stadt Gronau als inklusiver Arbeitgeber. Herbert Krause: „Das heißt einerseits, der Inklusionsplan erfordert eine schrittweise Ergänzung, andererseits auch regelmäßig einen Fortschrittsbericht. Hierdurch wird gewährleistet, dass Querschnittsaufgaben wahrgenommen werden und konkrete Umsetzungsbemühungen nicht erlahmen. Im Stellenplan der Stadt ist übrigens eine halbe Stelle für die Umsetzung dieses Plans verankert.“ Eine Vorbildfunktion könnte nach Krauses Meinung für die städtische Arbeit der LWL-Aktionsplan „Inklusion-Fortschrittsbericht 2018“ einnehmen. Dort zeigen Piktogramme zu einzelnen Handlungsfeldern übersichtlich den Stand der Arbeiten an.
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