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Michael Morlaks digital aufbereitete Motive sind im Netz ein Renner

Jäger der verlorenen Stadtansichten

Gronau

Michael Morlak hat eine ganz spezielle Leidenschaft: Er ist auf der Jagd nach alten Stadtansichten von Gronau und Epe. Seine Informationsquelle ist fast unerschöpflich: Im Internet finden sich immer wieder neue Motive. Sortiert und optisch aufgehübscht postet der 58-Jährige sie dann wieder in die lokalen Gruppen des sozialen Netzwerks Facebook. Mit erstaunlicher Resonanz.

Alte Stadtansichten, wie sie zum Beispiel auf Postkarten veröffentlicht wurden, haben es Sammler Michael Morlak angetan. Foto: rs

Das Internet ist eine schier unerschöpfliche Informationsquelle. Das gilt auch für historische Stadtansichten von Gronau. Sie nicht nur ausfindig zu machen, sondern auch optisch aufzubereiten, ist das Steckenpferd von Michael Morlak. Stundenlang ist der 58-jährige Frührentner in der virtuellen Welt auf der Jagd nach neuen fotografischen Schätzchen der Dinkelstadt – und wird stets aufs Neue fündig. „Mich überrascht, was man alles über das alte Gronau und Epe finden kann“, sagt er – und zeigt stolz eine Auswahl seiner Fundstücke auf seinem Tablet. Die sich noch im Bau befindliche Königsbrücke zum Beispiel, die Silhouette Gronaus zur Hochzeit der Van-Delden-Ära mit den typischen rauchenden Schornsteinen oder auch der Theodor-Heuss-Platz, als noch der gesamte Durchgangsverkehr von und nach Holland über ihn führte. Die Fotoreihe, die er beim Pressetermin zeigt, scheint endlos, so viele Motive hat er in den vergangenen Jahren online schon gesammelt. Da die historischen Aufnahmen meist in schwarz-weiß gemacht worden sind, hübscht Morlak sie optisch mittels Kolorierung auf. „Da gibt es mittlerweile sehr leistungsfähige Nachbearbeitungsprogramme, die ich gerne dafür nutze“, sagt er. Anschließend postet der Gronauer, der seit Jugend selbst auch leidenschaftlicher Fotograf ist, seine Schätzchen in lokale Facebook-Gruppen – allen voran „Bilder aus Gronau und Epe von damals und heute“. Oder er erstellt Videocollagen, die er in seinen eigenen YouTube-Kanal einstellt.

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