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Zielkonzept angenommen

Jetzt muss mehr Fleisch dran

Gronau

Der Rat hat am Mittwochabend dem Mobilitäts-Zielkonzept einstimmig (bei zwei Enthaltungen) zugestimmt. Die Enthaltungen kamen von der Fraktion GAL/Linke.

-mb-

Fahrradstraßen finden sich bereits heute in Gronau und Epe. Foto: Klaus Wiedau

„Das Zielkonzept ist sehr allgemein gehalten“, vermisste Marita Wagner konkretere Schritte. Diesen „hohen Abstraktionsgrad“ attestierte auch Erich Schwartze (WEG). Da müsse – wie auch Josef Krefter (CDU) als Vorsitzender des Mobilitätsausschusses ankündigte – „mehr Fleisch dran“. Doch Schwartze sah in dem Konzept wie auch Sebastian Laschke (CDU) eine „gute Grundlage, auf der man weiterarbeiten kann“, so Laschke. „Über die grundsätzlichen Ziele sind wir uns einig.“

Norbert Ricking (SPD) hielt das vorliegende Papier für einen guten Kompromiss, „auch wenn mir lieber wäre, wenn die bevorrechtigten Radverbindungen nicht erst 2027, sondern schon 2022 realisiert würden, und dann als Radschnellweg.“

Udo Buchholz (GAL/Linke) setzte Fragezeichen hinter die Öffentlichkeitsbeteiligung: „Wenn von 600 angeschriebenen Bürgerinnen und Bürgern nur elf am Workshop teilnehmen . . .“ Das sei seiner Ansicht nach Beleg für einen gewissen Frust in der Bevölkerung – weil bürgerliches Engagement oft ins Leere laufe. Seine Fraktionskollegin Marita Wagner stieß ins selbe Horn. Die Teilnahme sei gering, und diejenigen, die sich immer wieder engagiert hätten, seien mittlerweile sehr skeptisch, „weil die Ergebnisse gleich Null sind“.

Buchholz erkundigte sich auch nach dem 2015 beratenen Radverkehrskonzept. Dessen Ergebnisse, versprach André Homölle vom zuständigen Fachdienst der Stadtverwaltung werden ins Mobilitätskonzept aufgenommen. Buchholz fragte außerdem nach einer möglichen Wiedereinführung der Stadtbusse, da die G-Mobile oft ausgebucht seien. Dirk Lange vom Büro Planersocietät betonte die Fortschrittlichkeit des On-Demand-Verkehrs. Das Thema werde in der Ausarbeitung des Konzepts zur Sprache kommen.

Sven Gabbe (CDU) riet, bei den geplanten Radwegachsen in Nord-Süd und West-Ost-Richtung mit dem Kreis abzustimmen, der derzeit ein Gesamtkonzept für den Radverkehr plane.

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