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Untersuchungen vorgestellt

Kindsein in Zeiten von Corona

Gronau

Das Gronauer Jugendamt ist nach eigenem Bekunden gut durch die sogenannte Lockdown-Phase im Frühjahr gekommen. Und: Auch für eine erneute Zeit verstärkter Einschränkungen zur Bekämpfung des Corona-Virus sieht sich die Behörde gut gerüstet.

Frank Zimmermann

Dann bekommt das Kuscheltier eben auch eine Maske. Kinder kommen einer Studie zufolge besser mit der Corona-Krise klar, wenn ihre Eltern einen hohen Bildungsgrad haben. Foto: dpa

In der jüngsten Sitzung des Jugendhilfeausschusses hat die Verwaltung den Ausschussmitgliedern ausgewählte Untersuchungsergebnisse vorgestellt, die auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene erhoben wurden. Dabei ging es insbesondere um die Zeit des sogenannten Lockdowns, also der Zeit, in der Kitas, Schulen und Spielplätze aus Gründen der Pandemie-Bekämpfung geschlossen blieben. An einigen der Umfragen hatte sich das Jugendamt auch selbst beteiligt und an einer Online-Konferenz zur Diskussion der Ergebnisse teilgenommen.

Die Verwaltung hat die Studienergebnisse mit Angaben speziell für Gronau ergänzt. Demnach wurde zum Beispiel die Notbetreuung (ab dem 16. März) in den Gronauer Kitas für 21 Kinder und in der Tagespflege für 26 Kinder in Anspruch genommen. In der letzten Woche der Notbetreuung (ab dem 2. Juni) waren es dagegen 407 Kinder in den Kitas und 70 in der Tagespflege. Das Fazit der Gronauer Verwaltung lautet: „Die Verteilung der Notbetreuungsplätze erfolgte stets entsprechend der bisherigen Anbindung an Kita und Schule, sodass schließlich flächendeckend die notwendigen Angebote in Wohnortnähe organisiert werden konnten.“

DJI-Studie

Auch für die Jugendhilfe kommt der Fachdienst – also das Jugendamt – zu einem positiven Fazit: „Durch die Bündelung aller verfügbaren Personal- und Sachressourcen im Fachdienst 351 (...) konnten die Fachkräfte schnell und effektiv auf die veränderten Rahmenbedingungen der Pandemie reagieren und sich den abzeichnenden Herausforderungen stellen.“ Um für einen möglichen weiteren Lockdown gewappnet zu sein, habe man verschiedene vorbeugende Maßnahmen getroffen. Unter anderen seien die Mitarbeiter des Jugendamtes auf Büros an zwei verschiedenen Standorten aufgeteilt, sodass bei einer Infektion eines Mitarbeiters nicht alle Kolleginnen und Kollegen von einer Quarantäne betroffen wären. Und: „Da die technischen Voraussetzungen geschaffen und im Lockdown getestet werden konnten, wären auch umfängliche Homeoffice-Arbeitsanteile im Bedarfsfall binnen weniger Tage zu organisieren.“

Im Fazit des Jugendamts heißt es aber auch: „Auch wenn zum Zeitpunkt der vorgenannten Erhebung kein signifikanter Anstieg ambulanter Bedarfe seitens des städt. Jugendamtes gemeldet werden konnten, ist nicht auszuschließen, dass dies in den Folgemonaten durchaus noch der Fall sein könnte.“

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