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Diskussion im Jugendhilfeausschuss

Kita-Betreuung in Randzeiten soll weiter ausgebaut werden

Gronau

In den kommenden Jahren steht für die Betreuung von Kita-Kindern in Randzeiten mehr Geld vom Land zur Verfügung. Über die konkrete Umsetzung debattierte jetzt der Jugendhilfeausschuss.

-rs-

Wie viel Kita-Betreuung ist in Randzeiten in Gronau möglich? Foto: Karl-Josef Hildenbrand

Die moderne Arbeitswelt verlangt von Arbeitnehmern Flexibilität – Arbeitszeiten außerhalb des üblichen Rahmens von „nine to five“ sind alles andere als die Ausnahme. Auch für Eltern von Kindern im Kindergartenalter. Daher ermöglicht es das Land, Familien mit längeren Öffnungszeiten der Kitas zu unterstützen. Auf Grundlage des Kinderbildungsgesetzes (KiBiz) stehen dafür in den kommenden Jahren in Gronau sich stetig erhöhende Fördergelder zur Verfügung. Für das Kindergartenjahr 2022/23 sind es konkret 307.000 Euro, wobei der städtische Eigenanteil 25 Prozent beträgt. Der Jugendhilfeausschuss beauftragte in seiner jüngsten Sitzung, in Absprache mit den Trägern der Kitas, Angebote in Randzeiten einzurichten, die dem Bedarf gerecht werden. Dazu sollen entsprechende Elternbefragungen durchgeführt werden. So sehen es die überarbeiteten Fördergrundsätze vor.

Dem Beschluss war eine umfangreiche Diskussion vorausgegangen. Birgit Hüsing-Hackfort stellte für die WEG fest, dass der Vorstoß des Landes zwar in die richtige Richtung gehe, es aber bereits aktuell sehr flexible Möglichkeiten der Betreuung gebe. So sei es unter anderem möglich, das Kind kurzfristig in eine andere Kita des gleichen Trägers zu bringen, falls der besondere Bedarf in der Stamm-Kita nicht umsetzbar sei. Sämtliche Probleme könnten die Kitas jedoch nicht lösen. „Es muss sich auch mal privat um die Betreuung des Kindes gekümmert werden“, ergänzte Regina Stender-Vogel (fraktionslos). Die Grenze der Flexibilität sei da erreicht, wo die grundlegende pädagogische Arbeit in der Einrichtung nicht mehr möglich sei.

Jugendamtsleiterin Doris Ströing hatte eingangs betont, dass jede Einrichtung für sich entscheiden muss, ob und in welcher Form sie flexiblere Öffnungszeiten umsetzt.

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