1. www.wn.de
  2. >
  3. Münsterland
  4. >
  5. Gronau
  6. >
  7. Konsequente Verbesserungen

  8. >

SPD stellt Forderungen zu Radwegnetz vor

Konsequente Verbesserungen

Gronau

Im Gronauer Radwegenetz gibt es eine Vielzahl vom festgestellten Möglichkeiten zur Verbesserung. Damit diese auch schrittweise umgesetzt werden, fordert die SPD eine konsequente Abarbeitung. Diskutiert wird darüber am heutigen Dienstagabend im Fachausschuss.

Auf der Konrad-Adenauer-Straße schlägt das Radwegekonzept der Gronauer Sozialdemokraten eine Verbreiterung des Schutzstreifens auf 1,50 Metern vor. Foto: SPD Gronau

Insgesamt 304 Positionen umfasst die Liste, die den Mitgliedern des Ausschusses für Mobilität, Umwelt und Klimaschutz in der jüngsten Sitzung vorlegt wurden. Darin sind alle Punkte aufgelistet, wo entsprechend dem Radwegekonzepts aus dem Jahr 2015 Verbesserungen der Radwege wünschenswert sind. Am heutigen Dienstag steht das Thema Radwege erneut auf der Tagesordnung des Ausschusses. Das Gremium kommt um 18 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses zusammen.

Einiges bereits umgesetzt

Einiges wurde in den vergangenen Jahren umgesetzt, zum Beispiel die Einrichtung der Fahrradstraßen Laubstiege, Harberskamp, Eschweg und zuletzt Auf der Sunhaar/Am Buddenbrook, schreibt die SPD in einer Mitteilung. „Das reicht aber nicht. Wir müssen hier deutlich mehr Tempo machen – auch um die Menschen dazu zu bewegen, vor allem für die kurzen Wege in die Stadt oder den Weg zur Arbeit das Fahrrad zu nutzen und damit einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten“, fordert der Fraktionsvorsitzende der SPD im Rat, Norbert Ricking.

Norbert Ricking

Auch den Menschen in Gronau und Epe ist dies ein besonderes Anliegen, hat die SPD festgestellt. Denn in den verschiedenen Workshops zum Klimaschutz- und Mobilitätskonzept wurde immer wieder die Verbesserung der Radwege gefordert, hat die Partei beobachtet. Außerdem wenden sich Bürgerinnen und Bürger regelmäßig mit Bürgeranträgen an die Stadt und den Rat und fordern an den verschiedensten Punkten eine Verbesserung der Situation vor allem für den Radverkehr. „Daher brauchen wir jetzt einen kurz- und mittelfristigen Plan, wie wir die Maßnahmen, die in der dem Ausschuss vorgelegten Übersicht aufgelistet sind, umsetzen“, so Günter Poggemann, sachkundiges Mitglied der SPD im Ausschuss für Mobilität, Umwelt und Klimaschutz.

Antrag eingebracht

Die SPD-Fraktion hat daher einen Antrag eingebracht, mit dem sie die Umsetzung der in der Übersicht als kurzfristig gekennzeichneten Maßnahmen, deren Priorität als hoch und hinsichtlich des Aufwandes und der Kosten als gering markiert wurden, in den Jahren 2022 und 2023 fordert.

Dabei handele es sich in vielen Fällen um das Aufbringen von Piktogrammen und die bessere Markierung von Furten an Knotenpunkten. Diese können, so hat eine vom Bundesverkehrsministerium geförderte Untersuchung der Universitäten Wuppertal und Dresden ergeben, durchaus einen Beitrag zur Verkehrssicherheit leisten, insbesondere weil sie die Kommunikation zwischen den Verkehrsteilnehmern verbessert. In Gronau und Epe wurde aufgrund der schlechten Qualität und zu geringer Breite die Benutzungspflicht zahlreicher Radwege in den vergangenen Jahren aufgehoben. Vielen Autofahrerinnen und -fahrern ist dies nicht bewusst, sodass es immer wieder zu Konflikten mit Radfahrern kommt, hat die SPD beobachtet.

Mehr Menschen motivieren

Das bisher Umgesetzte reiche nicht aus, um noch mehr Menschen zu motivieren, das Fahrrad für ihre Alltagswege zu nutzen. „Daher ist eine Verbesserung der Radwege und des Radwegenetzes erforderlich“, betonen Norbert Ricking und Günter Poggemann. „Das bedeutet zum Beispiel, dass manche Straßen umgebaut und weitere Fahrradstraßen eingerichtet werden müssen.“ Daher beantragt die SPD, dass die Verwaltung für die Jahre 2022 bis 2026 ein Radwegeprogramm erstellt und dies stetig fortschreibt. Mit diesem Programm soll nach Auffassung der SPD eine Prioritätenliste erstellt werden, in welcher Reihenfolge die aufwendigeren Maßnahmen in den nächsten Jahren umgesetzt werden sollen.

Startseite
ANZEIGE