1. www.wn.de
  2. >
  3. Münsterland
  4. >
  5. Gronau
  6. >
  7. Mann spricht nicht gerne darüber

  8. >

Prostata-Selbsthilfegruppe

Mann spricht nicht gerne darüber

Gronau

Über eigene Krankheiten spricht man nicht gerne. Oder eher: Mann. Vor allem, wenn es um Inkontinenz oder gar Impotenz geht – häufige Folgen von Prostatakrebs. „Eigentlich ist das ja Quatsch“, findet Antonius Boes­. Er ist Vorsitzender der Selbsthilfegruppe Prostatakrebs und hat in dieser Gruppe ganz gegenteilige Erfahrungen gemacht: „Der Vorteil ist, dass wir uns austauschen können.“

Von Martin Borck

Das Prostata-Zentrum Nordwest am St.-Antonius-Hospital Gronau hat langjährige Erfahrung mit der Prostata-Entfernung mit dem Roboter-assistierten „da Vinci“-System. Die Experten sind oft zu Gast bei den Treffen der Selbsthilfegruppe. Manfred Kortehaneberg (zweiter Vorsitzender, l.) und Antonius Boes (erster Vorsitzender) von der Selbsthilfegruppe Foto: Markus Kampmannprivat

Montagabend im Konferenzraum hinter dem Café Vita des St.-Antonius-Hospitals Gronau. 16 Männer aus Gronau, Epe, aber auch aus dem weiteren Umkreis, ab Mitte 50 aufwärts, haben sich eingefunden, darunter vier, die zum ersten Mal dabei sind. 16 Männer mit der Diagnose Prostatakrebs. „Da denkt man zuerst, das kann doch gar nicht wahr sein“, beschreibt Manfred Kortehaneberg, der zweite Vorsitzende, das Gefühl, das wohl jeden der Anwesenden wie ein Blitz getroffen hat. Dem schließt sich eine Phase der Unsicherheit an. Wie auch am Montag deutlich wird: Welche Behandlungsmethode ist empfehlenswert? Was hat es zu bedeuten, wenn der PSA-Wert (s. Infokasten) steigt und bei dem nächsten Test wieder fällt? Ja, die behandelnden Ärzte geben fachlichen Rat – doch die Urologen haben nun mal einen anderen Blick auf die Krankheit als der Patient.

Jetzt Angebot wählen und direkt weiterlesen!

ANZEIGE