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Tagesordnung war für den Ausschuss Mobilität, Umwelt und Klimaschutz zu lang

Marathon-Sitzung nach fünf Stunden abgebrochen

Gronau

Der für alle Mitglieder des Ausschusses für Mobilität, Umwelt und Klimaschutz schönste Satz kam wohl von Josef Krefter (CDU): „Hiermit schließe ich um 23.13 Uhr die Ausschusssitzung und wünsche Ihnen einen guten Heimweg.“

-bsch-

Nicht lange vorher hatte der Ausschussvorsitzende nämlich noch ganz anders geklungen. „Keine Sorge, wir werden jeden Punkt der Tagesordnung sorgfältig behandeln, auch wenn es bis 1 Uhr dauert.“ In einer von André Mönsters (WEG) angefragten Sitzungspause um 22.25 Uhr machten mehrere Ausschussmitglieder deutlich, dass es langsam doch schwer fiele, sich angemessen mit den noch ausstehenden Themen zu befassen, und schlugen deshalb eine Vertagung vor.

Günter Poggemann (SPD) formulierte daraufhin nach der Pause einen Antrag zur Geschäftsordnung, noch über vier Punkte, bei denen die Zeit drängt, zu beraten und abstimmen zu lassen und die Sitzung um 23 Uhr zu beenden – der mit großer Zustimmung angenommen wurde.

Randvolle Tagesordnung

Dass es so spät wurde, lag diesmal weniger an der Diskussionsfreude der Ausschussmitglieder, sondern an der randvollen Tagesordnung, die alleine vier längere Präsentationen enthielt: Dr.-Ing. Lothar Bondzio stellte das Ergebnis seiner Machbarkeitsstudie für die Überplanung der L 510 zwischen Steinfurter Straße und der Grenze zu den Niederlanden vor. Landschaftsarchitekt Stephan Bracht zeigte die Detailplanungen für den zweiten Bauabschnitt der Innenstadt-Neugestaltung zwischen der Antoniuskirche und der Enscheder Straße sowie den Stand der Planungen zum dritten Bauabschnitt, der den Bereich um die Evangelische Stadtkirche umfasst.

Dr. Dieter Ikemeyer von der Biologischen Station Zwillbrock berichtete über das gemeinsam mit der Provinz Overijssel angeschobene EU-Life-Projekt zur Renaturierung des Hündfelder Moors, in dem die Stadt Gronau einige Parzellen besitzt. Nina Krah vom Büro Planinvent aus Münster, das das Regionalmanagement für die Region Ahaus-Heek-Legden betreibt, erklärte Hintergründe und Möglichkeiten, die sich durch einen Beitritt der Stadt Gronau zur Leader-Region AHL ergäben.

Alle vier Präsentationen wurden in der Tagesordnung nach vorne gezogen – sonst hätte der eine oder andere Referent wahrscheinlich kurz vor Mitternacht nach Hause fahren müssen, ohne überhaupt zu Wort gekommen zu sein.

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