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Nabu bittet um Nistkasten-Bau

Mauersegler auf Wohnungssuche

Gronau

Wer noch einen guten Vorsatz für das neue Jahr sucht, der kann Mauerseglern auf Wohnungssuche helfen.

Ein Mauersegler in seinem Nest. Es ist nicht mehr selbstverständlich, dass die Vögel bei uns Brutstätten finden, weil durch Gebäudesanierungen und -abrisse immer mehr Nischen verschwinden. Nistkästen können hier Abhilfe schaffen. Foto: Nabu/Erlenbach

Ihr „Srih, srih, srih“ ist unverkennbar. Wenn die Mauersegler nach den Wintermonaten, die sie im Süden verbringen, wieder zurückkommen, suchen sie ihre Brutstätten vom Vorjahr auf.

Die Vögel nisten gern in hoch gelegenen Nischen und Spalten aller Art wie Mauerlöchern, unter Ziegeln und hinter Dachrinnen. Doch immer häufiger finden sie nach Gebäudesanierungen oder nach dem Abriss eines Hauses ihren Brutplatz nicht mehr. Denn mittlerweile steht auch der Mauersegler auf der Roten Liste. Mithilfe von Nistkästen kann den Vögeln geholfen werden. Jetzt ist genau die richtige Zeit, um Nistkästen für den Mauersegler aufzuhängen. Dafür wirbt der Naturschutzbund (Nabu).

„Mauersegler-Nistkästen sollten in mindestens sechs Meter Höhe angebracht werden“, erklärt Thomas Keimel vom Naturschutzbund. Dafür eignen sich beispielsweise geschützte Wandbereiche unter der Dachtraufe. Die Möglichkeiten sind da vielseitig. Auch Architekten und Bauherren können dem Mauersegler helfen. Es gibt mittlerweile sehr gute Möglichkeiten die Kästen direkt beim Hausbau mit einzubauen. So fallen sie an der Fassade fast nicht auf und bieten dem Segler trotzdem einen Nistplatz.

Da Mauersegler gern in Gesellschaft brüten, sollten mindestens zwei bis drei Kästen aufgehängt werden. Es ist darauf zu achten, dass die Vögel frei an- und abfliegen können und unter dem Nistkasten der Flugraum ebenfalls nicht eingeschränkt ist, etwa durch einen Baum.

„Viele Menschen haben Angst, dass die Vögel mit ihren Ausscheidungen die Hauswände beschmutzen“, doch im Gegensatz zu den Schwalben würden die Mauersegler ihre Nester regelmäßig reinigen und die Ausscheidungen entsorgen. Die Mauersegler kehren meist Anfang Mai nach Europa zurück – bis dahin sollten neue Quartiere installiert sein.

Übrigens: Mauersegler-Pärchen fangen bis zu 20 000 Insekten am Tag für ihren Nachwuchs. Diese erbeuten sie im Fliegen. Und auch ansonsten halten sich die Vögel bis auf das Brüten nur in der Luft auf. Dort paaren sie sich und ruhen sich auch nachts im Fliegen aus.

Weitere Informationen erteilt der Nabu, Ortsgruppe Gronau.

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