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Vorwürfe gegen Priester

Missbrauchsverdacht: Bischof verbietet Geistlichem jede priesterliche Tätigkeit

Gronau/Münster

Nachdem die polizeilichen Ermittlungen eingestellt wurden, hat das Bistum die Vorwürfe gegen einen ehemaligen Priester in Gronau weiter untersucht – und bestätigt einen dringenden Verdacht.

Nachdem die polizeilichen Ermittlungen eingestellt wurden, hat das Bistum die Vorwürfe gegen einen ehemaligen Priester weiter untersucht. Das Ergebnis wurde nun öffentlich gemacht. Foto: Friso Gentsch/dpa

Der Bischof von Münster, Dr. Felix Genn, hat einen in den 1980er Jahren in Gronau tätigen Priester mit Wirkung vom 1. Juni in den Ruhestand versetzt und ihm per Dekret die Ausübung jeder priesterlichen und seelsorglichen Tätigkeit untersagt.

Gegen den Priester war der Vorwurf des sexuellen Missbrauchs erhoben worden. Eine kirchenrechtliche Voruntersuchung ist nun zu dem Ergebnis gekommen, dass gegen den beschuldigten Priester der dringende Verdacht des sexuellen Missbrauchs zum Nachteil einer seinerzeit minderjährigen Person besteht. Im Februar dieses Jahres war gegen den Priester ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des versuchten schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern eingeleitet worden (die WN berichteten).

Akte geht jetzt nach Rom

Nachdem die Polizei am 11. Februar den Interventionsbeauftragten des Bistums Münster, Peter Frings, informiert hatte, untersagte das Bistum dem Priester unmittelbar die Ausübung aller priesterlichen Dienste.

Die Staatsanwaltschaft stellte die Ermittlungen wegen Verjährung ein. Daraufhin wurde die kirchenrechtliche Voruntersuchung eingeleitet, die am 30. Mai beendet wurde und zu dem genannten Ergebnis kam. Die Voruntersuchungsakte wird nun der zuständigen Kommission in Rom zur weiteren Prüfung zugeleitet.

Der Interventionsbeauftragte des Bistums, Peter Frings, hat das Seelsorgeteam der Pfarrei, in der der Priester zuletzt tätig war, über das Ergebnis unterrichtet.

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