1. www.wn.de
  2. >
  3. Muensterland
  4. >
  5. Gronau
  6. >
  7. Mit dem G-Mobil von A nach B

  8. >

Das neue Bedarfsverkehrsangebot von RVM und Stadt Gronau im Praxistest

Mit dem G-Mobil von A nach B

Gronau

Seit einer Woche gibt es das G-Mobil in Gronau, den Taxibus, der auf Anforderung kommt. Wie klappt es in der Praxis? Funktioniert alles so, wie es soll? Da hilft nur eines: Ausprobieren!

Von Christiane Nitsche-Costa

Galina Viermann (gr. Foto) und Julia Gramitz haben Freude an ihrem Job als G-Mobil-Fahrerinnen. Foto: Christiane Nitsche-Costa

Mal eben in die Stadt mit dem G-Mobil. Seit einer Woche gibt es das neue Angebot von Regionalverkehr Münsterland (RVM) und Stadt Gronau, mit dem flexibel, kostengünstig und umweltschonend Passagiere, Kinderwagen, Rollstühle & Co. von A nach B gefahren werden sollen – wobei A und B stolze 130 Haltestellen im Stadtgebiet sind – frei kombinierbar. Die Pilotphase reicht bis 21. Dezember, bis Ende Juni läuft das Projekt in der kostenlosen Testphase – Zeit für einen Selbsttest.

Auf der Homepage der Stadt findet sich ein Übersichtsplan nebst Tabelle mit den Haltestellen. Hier gibt es noch Luft nach oben in Sachen Leserlichkeit. Die Karte lässt sich nicht zoomen und in der Tabelle sind einige Haltestellen verdeckt, aber im Zweifel gibt es Ansprechpartner per Telefon. Die Nummer ist hervorgehoben.

Haltestelle „Hertie-Krater“

Alternativ geht es auch über die App RVM On-Demand. Die ist schnell heruntergeladen und bietet die jeweils nächste Haltestelle an, wenn man Standort und Zieladresse eingibt. Die App gibt sogar einen Haltepunkt „Hertie Krater“ an, was im Kollegenkreis für reichlich Heiterkeit sorgt. Auch die Wunsch-Abfahrts- und Ankunftszeit kann man selbst bestimmen. Nach der Buchung gibt es eine Bestätigung mit den Daten zu Haltestellen, Abfahrt und Ankunft, außerdem Infos zum Fahrzeug und einen Kontaktbutton zum Fahrer. Es gelten die normalen Tickets im Westfalen-Tarif des RVM, zahlbar per Abo, App, Paypal – oder bar beim Fahrer.

Beinahe waschechtes London-Taxi

Die Test-Hinfahrt führt von der Eichenhofstraße zur Haltestelle „Hertie“. Hinterm Steuer sitzt Julia Gramitz. Die Schüttorferin ist durch eine Stellenanzeige zu ihrem neuen Job gekommen. Sie liebe es, unterwegs zu sein, besonders mit dem Auto. „Ich habe vorher Autoteile gefahren“, erzählt sie. Heute hat sie den einzigen Diesel im G-Mobil-Fuhrpark unter den Händen. Aber: „Der wird demnächst auch durch einen Hybrid ersetzt.“

So einen wie der, mit dem Galina Viermann mehr als pünktlich zur gebuchten Rückfahrt an der Hertie-Haltestelle vorfährt. Wäre das Steuer nicht auf der linken Seite und das Vehikel mit als G-Mobil gekennzeichnet, käme man sich vor wie an der Themse statt an der Dinkel. Im Innenraum des beinahe waschechten London-Taxis: eine bequeme Sitzbank, zwei Klappsitze und reichlich Platz für Rolli-Fahrer, Kinderwagen oder sogar mal ein Fahrrad. Alles riecht neu.

Mir hat gefallen, dass es ein neues Projekt ist.

Fahrerin Galina Viermann

Auch hier sitzt eine Frau hinterm Steuer: Galina Viermann freut sich, dass sie das Fahren mit ihrem Studium verbinden kann. „Mir hat gefallen, dass es ein neues Projekt ist“, erzählt sie. Sie habe zuvor nie eine solche Arbeit gemacht. Aber es gefalle ihr sehr. Der Job sei kommunikativ und vielseitig. Ihre ersten Erfahrungen? „Viele fragen nach dem Auto.“ Die Gronauerin lacht. „Das Auto ist sehr angenehm zu fahren.“ Bisher habe sie noch nie von E-Antrieb auf Verbrenner umschalten müssen. 140 Kilometer Reichweite haben die Hybrid-Taxis. Aufgeladen werde bei Beresa an der Ochtruper Straße.

Für mehr Info reicht die Zeit nicht. An der Mackensenstraße endet die Fahrt – leider. Selten so gut von A nach B gekommen. Oder von London nach Gronau.

gronau.de/leben-in-gronau/verkehr/mein-g-mobil/

Startseite
ANZEIGE