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Folge der Ansteckungsgefahr

Nachteinblicke werden verschoben

Gronau

Licht aus: Die für das kommende Wochenende geplante Veranstaltung Nachteinblicke wird verschoben. Grund: die Ansteckungsgefahr durch den Coronavirus.

mb

Vor zwei Jahren fand die vierte Auflage der Nachteinblicke statt. Die fünft muss verschoben werden – vom kommenden Wochenende auf den 2./3. Oktober. Foto: Hartmut Springer

Die für Freitag und Samstag (13. und 14. März) geplante Veranstaltung „Nachteinblicke“ wird wegen der erhöhten Ansteckungsgefahr durch das Coronavirus verschoben. Auch die Eröffnungsfeier der Touristinfo Gronau findet nicht statt. Das hat das veranstaltende Kulturbüro in Abstimmung mit den Aufsichtsbehörden, der Stadt Gronau und den beteiligten Sponsoren und Technikunternehmen am Montagmittag entschieden. Angekündigt waren spektakuläre Lichtinstallationen und kulturelle Events mit über 1000 Akteuren an verschiedenen Spielorten. Der Ersatztermin steht schon fest: der 2. und 3. Oktober.

Im Gespräch mit den WN machte Kulturbüro-Geschäftsführer Thomas Albers deutlich, dass die Entscheidung auf Grundlage der Risikoeinschätzung und Handlungsempfehlungen des Robert-Koch-Instituts gefallen sei. Gerade das besondere Konzept der Nachteinblicke, bei dem sich Künstler und Publikum stark durchmischten, könne die Ausbreitung des Virus begünstigen. Bei anderen Veranstaltungskonzepten könne man auch zu anderen Ergebnissen kommen als Absage oder Verschiebung. Daher ist noch nicht klar, ob weitere für die kommenden Wochen geplante Kulturveranstaltungen in Gronau und Epe stattfinden oder nicht. Das werde zeitnah entschieden. Auch dabei werden die Liste mit den Risikoabschätzungen des Robert-Koch-Instituts und die Vorgaben aus Berlin und Düsseldorf herangezogen.

Ob das Eröffnungskonzert des Jazzfests wie geplant am 26. März stattfinden kann, ist noch nicht absehbar. Dann soll Chick Corea Trilogy auftreten. Bundes-Gesundheitsminister Jens Spahn hatte am Wochenende empfohlen, Events mit mehr als 1000 Menschen abzusagen. Bei dem Konzert sind zwar weniger als 1000 Besucher anwesend – aber bis dahin kann sich die Lage ändern – und in der Folge die aktuellen Vorgaben und Empfehlungen der Gesundheitsbehörden. Vielleicht werde dann empfohlen, Veranstaltungen mit mehr als 500 oder 200 Menschen zu streichen.

Überhaupt noch nicht klar ist, welche finanziellen Folgen die eventuellen Absagen oder Verschiebungen für das Kulturbüro haben werden. „Das ist pauschal nicht zu sagen“, so Thomas Albers. Es werde wohl jeder Einzelfall und jeder Vertrag zwischen Kulturbüro und Künstlern zu prüfen sein.

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