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Antrag von „Pro Bürgerschaft“ in der nächsten Fachausschusssitzung

Neubaugebiet ohne Gasleitung

Gronau

Klimaschutz soll als Leitziel in der Stadtentwicklung und Bauplanung berücksichtigt werden. Die Fraktion Pro Bürgerschaft bezieht sich mit einem Antrag auf das Klimaschutzkonzept: Sie möchte, dass ein Neubaugebiet klimafreundlich entwickelt wird.

-mb-

Gasleitungen in Wohngebieten – ein Auslaufmodell? Foto: Ludger Warnke

Um erst mal gar nicht in die Versuchung zu kommen, dort fossile Brennstoffe einzusetzen, sollen keine Versorgungsleitungen für Gas mehr verlegt werden. Anstelle dessen, so Pro Bürgerschaft, sollen alternative Wärmequellen wie Solarthermie, Erdwärme, Pelletheizungen oder Luftwärmepumpen. „Dadurch würden CO2-Emissionen vermieden“, so die Fraktion.

Keine fossilen Brennstoffe mehr?

Der Ausschuss für Bauen, Planen und Denkmalschutz wird sich am Dienstag (16. August, 18 Uhr im WZG) mit dem Antrag beschäftigen. Die Verwaltung schlägt vor, gemeinsamem mit den Stadtwerken Gronau im Rahmen der zukünftigen Wärmestrategie eine Potenzialstudie zum Einsatz nicht-fossiler Wärmequellen zur Versorgung eines ausgewählten Baugebiets zu erarbeiten.

Klimaschutzkonzept

Die Fraktion greife in ihrem Antrag mit der Wärmeversorgung in (zukünftigen) Wohngebieten ein zentrales Thema aus dem Klimaschutzkonzept auf, so die Verwaltung in ihrer Stellungnahmen für den Ausschuss. „Denn der Einsatz fossiler Brennstoffe in der Wärmeversorgung, die rund 40 Prozent der energiebedingten CO2-Emissionen ausmacht, ist nicht nur hinsichtlich der Klimaauswirkungen fragwürdig, sondern zunehmend auch aufgrund der Versorgungssicherheit.“

Die Stadtwerke seien aktuell dabei, eine (neue) Wärmestrategie für Gronau zu erarbeiten. Absehbar sei bereits jetzt, dass ein weiterer Ausbau der Gasinfrastruktur dabei wahrscheinlich keine wesentliche Rolle spielen wird. Dies werde für die Erschließung künftiger Baugebiete (z.B. Markenfort, Pfarrer-Reukes-Straße) bereits Auswirkungen haben, da dann jeweils quartiersbezogene Lösungen entwickelt werden müssen.

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