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Menüs ausgeliefert

Offene Weihnacht der anderen Art

Gronau

Die Offene Weihnacht war in diesem Jahr pandemiebedingt nicht wie gewohnt durchzuführen. „Wenn die Menschen nicht zu uns kommen können, müssen wir zu den Menschen“, dachten sich die Organisatoren. Dank vieler Spenden und Helfer gelang die Alternative.

wn

Daumen hoch: Katharina Detert (l.), Sabrina Burieke haben bei der Aktion geholfen. Foto: Menschen in Not

Beeindruckt und vielfach zutiefst gerührt kehrten die über 20 freiwilligen Aushilfsfahrerinnen und -fahrer an Heiligabend gegen 17.30 Uhr von ihrer Auslieferungsfahrt zurück. Innerhalb einer guten Stunde hatten sie das durch den Cateringservice Duesmann erstellte Menü (Truthahn mit weihnachtlicher Füllung, Möhren, Knödel und Dessert) an über 100 alte und alleinstehende Mitbürger in Gronau verteilt. Dank der gut vorbereiteten Logistik konnte der überwiegende Teil der Empfänger die Mahlzeit nahezu frisch genießen.

Nachdem Anfang Dezember deutlich wurde, dass die Offene Weihnacht aus pandemischen Gründen nicht in der gewohnten Form – also als gemeinsame Veranstaltung mit Begleitprogramm in einem Restaurant – stattfinden kann, hat sich der federführende Gronauer Förderkreis „Menschen in Not“ nach Rücksprache mit der Bürgerstiftung Gronau und der Gronauer Tafel kurzfristig für eine andere Art der Durchführung entschlossen. „Wenn unsere Adressaten nicht zu uns kommen können, um gemeinsam den Heiligen Abend zu verbringen, dann gehen wir doch zu ihnen“, war der Tenor der veränderten Planung, die dann auch umgehend in die Tat umgesetzt wurde.

Auslieferer Martin Bültmann lädt Menüs in einen Kofferraum. Foto: Menschen in Not

Durch persönliche Ansprache und Internetaufrufe hatten sich 100 Mitbürger angemeldet. Dank des erstklassigen Spendenaufkommens der Gronauer Bevölkerung in den vergangenen Wochen war auch die finanzielle Basis für diese modifizierte Form der Durchführung gelegt, heißt es in einer Mitteilung von „Menschen in Not“.

Aus den Reihen der Veranstalter waren schnell 20 und mehr Fahrerinnen und Fahrer gefunden, die auch an Heiligabend bereit waren, diese Kurierdienste zu übernehmen. Der Rest war schlicht und ergreifend zutiefst emotional, und die drei lokalen Organisationen bedanken sich bei allen Beteiligten für die Kooperation und konstatieren, dass Gronau sich in diesem Projekt von seiner allerbesten Seite gezeigt hat, schreibt einer der hörbar begeisterten Organisatoren.

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