1. www.wn.de
  2. >
  3. Muensterland
  4. >
  5. Gronau
  6. >
  7. THW Gronau beendete vorerst Einsatz im Katastrophengebiet

  8. >

Pumpen, Retten, Stromversorgung

THW Gronau beendete vorerst Einsatz im Katastrophengebiet

Gronau

Teams des THW-Ortsverbands Gronau waren im Katastrophengebiet im Einsatz. Sie konnten dort wertvolle Unterstützung leisten.

Von Hans Dieter Meyer

Einige der Aktiven des THWAnpacken hieß es für die Helfer aus Gronau. Foto: Jörg WilmingJörg Wilming

Seit Beginn der Flutkatastrophe Mitte Juli ist das THW bundesweit im Dauereinsatz. Eingestürzte Brücken, zerstörte Bahnschienen, weggespülte Straßen, kaputte Fahrbahnen auf Autobahnen, Ausfall von Strom, Wasser und Abwasser: Der Jahrhundertregen hat die Infrastruktur im Süden NRWs und im angrenzenden Rheinland-Pfalz teilweise für Monate, sogar Jahre zerstört.

Neben Feuerwehren und Hilfsorganisationen ist auch das Technische Hilfswerk mit seinen bundesweit 669 Ortsverbänden und rund 80 000 Ehrenamtlichen ein Teil des Hilfeleistungssystems. Durch seinen modularen Aufbau kann es zielorientiert Hilfe leisten.

Austausch mit Shuttle-Fahrzeugen

Bereits kurz nach Ausrufung des Katastrophenfalls wurden die ersten Kräfte aus Gronau in Marsch gesetzt, um im Katastrophengebiet Hilfe zu leisten. Übernachtungsmöglichkeiten gab es dort nicht mehr. So wurde das ehrenamtliche Personal noch am gleichen Tag durch frische Kräfte mit eingesetzten Shuttle-Fahrzeugen aus Gronau ausgetauscht. Die ersten Maßnahmen waren Pumparbeiten in Gebäuden sowie Personenrettungen, aber auch Führung der weiteren THW-Kräfte mit Koordinierung derer Einsätze im Bereich Heimerzheim. Es folgte der Einsatz der zwischenzeitlich aus Gronau eingesetzten Spezialkräfte der Fachgruppe N (Notversorgung und Notinstandsetzung), die bei Evakuierungsmaßnahmen unterstützten.

In Brühl/Euskirchen leiteten die Gronauer Helfer des THW die über die Autobahn anrückenden Einsatzkräfte auf sicheren Wegen zu den Bereitschaftsräumen.

Fachgruppe Elektro

Die Fachgruppe Elektro kam am 23. Juli im Katastrophengebiet an. Sie wurde sofort in den Einsatz nach Euskirchen verlegt. Von dort aus wurden gemeinsam mit den lokalen Energieversorgern unterstützende Arbeiten zur Wiederherstellung der Stromversorgung für viele Haushalte durchgeführt. Dazu zählten auch Notstromeinspeisungen mit den speziell dafür ausgelegten Netz­ersatzanlagen, aber auch Transportfahrten mit Elektromaterial von Gronau in das Einsatzgebiet. Die ehrenamtlichen Helfer aus Gronau unterstützen die Spezialisten außerdem bei der Erfassung der Schäden.

Die Mannschaft aus Gronau ist mit allem ausgestattet, um auch mehrtägige Einsätze selbstständig durchführen zu können. Bis zur Ablösung durch andere Ortsverbände war sie mit der Installation von Baustromverteilern zur Wiederherstellung der Stromversorgung für die einheimische Bevölkerung beschäftigt. Dazu kam der Aufbau von LED-Straßenlampen im Schadensgebiet. Im Einsatz wurde mit dem Ortsverband Castrop-Rauxel zusammengearbeitet. Das funktionierte bestens, wie die Helfer aus Gronau berichteten.

Auf weitere Einsätze vorbereitet

Florian Ewering, Ortsbeauftragter des THW Gronau äußerte sich dankbar und stolz über die Gronauer Helferinnen und Helfer. Er lobte, dass sie herausragende, schwere Arbeit im Schadensgebiet geleistet hätten und erwähnte dabei auch die Tätigkeit der Ehrenamtlichen hier vor Ort. Dazu zählt das Reinigen der Fahrzeuge und die Gerätepflege, aber auch die Verwaltungsarbeit, die zwingend erforderlich ist, um die Einsätze korrekt durchzuführen. Dabei nannte er besonders die Verwaltungshelfer Bernhard Helling und Martin Hartmann. Sein Dank ging aber auch an die Arbeitgeber, die ihre im THW tätigen Arbeitskräfte für den Einsatz im Katastrophengebiet freigestellt hatten. Weitere Einsätze könnten demnächst anstehen. Darauf ist das THW in Gronau vorbereitet.

Startseite