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UWG kritisiert „Kita-Aus“ bei der Chance

„Qualität wird leichtfertig aufs Spiel gesetzt“

Gronau

Bei der Chance beginnen die Arbeiten der Neuausrichtung. Dass die Kindertagesstätten ausgegliedert werden sollen ruft bei der UWG Kritik hervor. Die Wählervereinigung befürchtet Qualitätseinbußen.

wn

In welcher Trägerschaft die Kitas der Chance – hier das Wunderland – zukünftig betrieben werden, darüber wird jetzt in der Politik kontrovers diskutiert. Foto: Guido Kratzke

„In der Corona-Pandemie ist die Bedeutung der Kindertagesbetreuung für Familien mit Kindern besonders deutlich geworden“, betont Susanne Reinhoffer, Vorsitzende der UWG Gronau und Epe in einer Pressemitteilung. „Insbesondere das Betreuungsangebot in den Kitas der Chance ist dabei in Gronau ausgezeichnet.“

Susanne Reinhoffer

Vor diesem Hintergrund findet die UWG-Vorsitzende es unverständlich, dass aktuell SPD, WEG und CDU die erfolgreichen Kitas aus der Chance herauslösen und in eine unsichere Zukunft senden wollen. „Das besondere Engagement der Kindertagesstätten und ihrer Mitarbeiterinnen wird ohne Not kaputt gemacht“, ergänzt Stephan Strestik, Aufsichtsratsmitglied der Chance. „Die Chance hat die Qualität in den Betreuungseinrichtungen in den vergangenen Jahren stetig weiter entwickelt“, betont Strestik. Das gelte nicht nur für das Leuchtturmprojekt der bilingualen Kita. Ein vergleichbares Serviceangebot wie das der Chance werde von anderen Trägern nicht geboten.

Größtmögliche Flexibilität

Die Chance bietet Eltern größtmögliche Flexibilität, wie sie die gebuchten Betreuungszeiten abrufen können und auch mit der Betreuung in den Randzeiten setzt sie Maßstäbe in der Stadt. „Besonders hervorzuheben ist auch, dass in allen Kindertagesstätten der Chance die Verpflegung von Hauswirtschafterinnen vor Ort frisch und nach Möglichkeit in Bio-Qualität zubereitet wird“, betont Reinhoffer.

Die UWG befürchtet, dass durch die Planungen, die Kitas nicht weiter von der Chance betreiben zu lassen, die Qualität der Angebote leiden werde. „Eine solche Qualität, um die uns andere Städte beneiden, muss uns auch etwas wert sein,“ betont Strestik. Er kritisiert, dass der Beschluss, die Kitas der Chance wegzunehmen, „völlig überhastet getroffen wurde.“ Es gäbe bislang nicht einmal einen Plan, wo die Kitas hin sollen. Das sei auch ein Affront gegenüber den Mitarbeiterinnen, die von der Entscheidung in Teilen aus der Zeitung erfahren hätten, weil sie lediglich per Mail über die Veränderungen informiert wurden. „So kann man nicht mit der Belegschaft umgehen,“ empört sich das Aufsichtsratsmitglied.

Unterschied zwischen Reden und Handeln

„Im Wahlkampf betonen immer alle, Gronau solle noch familienfreundlicher werden und versprechen die Angebote und Möglichkeiten der Kindertagesbetreuung weiter zu verbessern“, sagt UWG-Vorsitzende Reinhoffer. „Hier fallen bei den anderen Fraktionen Reden und Handeln auseinander.“ Auch dass sich gerade die SPD über die Interessen der Mitarbeiterinnen und des Betriebsrates ohne Zögern hinweggesetzt habe, kritisiert die UWG. „Die Kitas der Chance erfüllen in Gronau ein wichtiges und auch einzigartiges Angebot, wir dürfen das nicht leichtfertig aufs Spiel setzen.“

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