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Blickpunkt der Woche

Radverkehr: Luft nach oben

Deutschland ist nach wie vor ein Autoland. Allerdings stößt das automobile Wachstum an Grenzen. Es könnten goldene Zeiten für das Fahrrad anbrechen. In Gronau könnte dabei der neue Radbeauftragte eine Rolle spielen.

Martin Borck

Hoppla – Rodeo-Ritt auf dem Fahrrad dank abgesenkter Bordsteine. Foto: Frank Zimmermann

Ich bin überzeugt, dass dem Fahrrad – ob ausschließlich pedalgetrieben oder mit „elektrischem Rückenwind“ – die Zukunft gehört. Dem neuen Fahrradbeauftragten Hermann Nieratschker könnte daher eine bedeutsame Funktion in der künftigen Verkehrspolitik der Stadt zukommen. Das Auto gilt für viele Menschen gerade im ländlichen Bereich als (noch) unverzichtbar. Doch auch hier stößt die automobile Versorgung mittlerweile an Grenzen: In Gronau waren laut Kraftfahrtbundesamt Anfang des vergangenen Jahres 26 710 Personenwagen zugelassen. In Ahaus waren es 23 482, in Heek 5158 und in Schöppingen 4088. Das bedeutet, dass hier auf weniger als zwei Einwohner ein Pkw kommt. Welche Folgen das nach sich zieht, kann man mittlerweile in Wohngebieten beobachten: Auf Garagenzufahrten stehen zwei Autos – trotzdem sind die öffentlichen Straßen mit Autos zugeparkt. Es dringt immer stärker ins Bewusstsein, dass es auf Dauer so nicht weitergehen kann. Wohnumfeld und Lebensqualität leiden. Alternativen müssen her, die attraktiv, sicher und effektiv sind.

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