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Statistik zu Windkraft in Gronau

Rasante Entwicklung – vor allem seit den Nuller-Jahren

Gronau

Die Windkraft hat in Gronau in den vergangenen Jahren eine rasante Entwicklung genommen. Doch das ist wohl erst der Anfang.

-rs-

Der Vergleich der Karten mit dem Stand Ende 2004 (l.) und Ende 2021 (r.) zeigt: Die Windkraft hat sich in Gronau in den vergangenen Jahren rasant entwickelt. Dennoch ist die Stadt statistisch gesehen im Regionalvergleich „nur“ Mittelmaß beim Windkraftausbau. Foto: IT.NRW

Noch ist nicht klar, wie sich die Windkraft im Gronauer Stadtgebiet in den nächsten Jahren und Jahrzehnten weiterentwickeln wird. Wie berichtet, sind bei der Ausweisung neuer Potenzialflächen künftig nicht mehr die von kommunaler Seite ausgewiesenen Windvorrangzonen maßgebend, sondern eine bundesgesetzlich von der Ampel-Koalition vorgegebene Flächenquote. Da diese sich auf die gesamte Landesfläche bezieht – im Fall von NRW sind es bis 2027 1,1 Prozent der Fläche, die für die Windkraft zur Verfügung zu stellen sind – sind kommunenscharfe Aussagen schwierig.

Stand jetzt sind 260 Hektar oder rund 3,3 Prozent der kommunalen Fläche Gronaus als Windvorrangzone ausgewiesen. Die Areale befinden sich in den Bauerschaften Kottigerhook, Lasterfeld und Füchte. Das erscheint durchaus viel – allerdings ist die Dinkelstadt damit im Regionalvergleich keineswegs vorne mit dabei, wie eine Statistik des Landesbetriebs IT.NRW zeigt. Die Kenngröße, die die Rechenzentrale des Landes dabei verwendet, lautet Windkraftanlagen je 1000 Einwohner. Mit 23 Anlagen (Stand 1. Halbjahr 2022) beträgt der Wert für Gronau 0,47. Unter den 17 Städten und Gemeinde des Kreises Borken bedeutet das den viertletzten Rang. Zum Vergleich: Die Nachbarstadt Ahaus weist einen Wert von 0,68 aus, Vreden 1,14, Borken nur 0,27. Heek ist mit 3,01 dabei, kreisweiter Spitzenreiter Schöppingen sogar mit 6,64. 44 Windkraftanlagen drehen sich in der Vechtestadt, die damit im windkraftstarken Münsterland jedoch nicht Primus ist: In den Kreisstädten Steinfurt und Coesfeld sind 48 beziehungsweise 49 Windmühlen installiert.

In einer animierten Grafik verdeutlicht IT.NRW zudem die Entwicklung des Ausbaus der Windkraft seit Ende der 1980er-Jahre. Kennzeichnend ist nicht nur eine teils rasant steigende Anzahl der Anlagen, sondern vor allem auch deren Leistung. Auch am Beispiel Gronaus lässt sich diese Entwicklung nachvollziehen. Waren bis etwa Mitte der Nullerjahre im Vergleich zu heute leistungsschwächere Windräder mit einer Spitzenleistung von bis zu zwei Megawatt bestimmend, sind es danach und vor allem seit Mitte der Zehner-Jahre Anlagen der Vier- oder Fünf-Megawattklasse.

Rein quantitativ gesehen hat sich vor allem in der peripher gelegenen Bauerschaft Lasterfeld etwas getan: Gab es dort bis Mitte der Nuller-Jahre lediglich vier kleinere Anlagen, so sind es heute rund ein Dutzend. Weiterer Schwerpunkt ist die Bauerschaft Füchte, in der die bis dato jüngsten Anlagen stehen.

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