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Urenco

Remmel: UAA soll stillgelegt werden

Düsseldorf/Gronau

Nordrhein-Westfalen will mit Blick auf Tihange und Doel in Belgien die Laufzeiten von Atomkraftwerken in der EU verbindlich begrenzen. Auch die Urananreicherungsanlage in Gronau solle stillgelegt werden.

wn

Das Eingangstor zur Urananreicherungsanlage in Gronau. NRW-Umweltminister Johannes Remmel fordert die Stilllegung der Anlage. Foto: Jürgen Peperhowe

Die Umweltministerkonferenz werde bei ihrer nächsten Sitzung (15. bis 17. Juni) darüber beraten, teilte das NRW-Umweltministerium am Dienstag mit. „Es vergeht mittlerweile keine Woche mehr ohne neue Störfallmeldung über die Bröckel-Reaktoren in Tihange oder Doel“, sagte NRW-Umweltminister Johannes Remmel (Grüne) der Deutschen Presse-Agentur.

In anderen grenznahen Bereichen gebe es ähnliche Probleme. Deshalb müsse der Bund die Initiative ergreifen, damit ältere Atomkraftwerke über eine europaweit verbindliche Laufzeitenbegrenzung abgeschaltet würden.

Die Urananreicherungsanlage der Urenco in Gronau versorgt nach unbestätigten Angaben die belgischen Kernkraftwerke Doel und Tihange mit Brennstoff. Deshalb solle auch sie stillgelegt werden. „Es ist nicht vermittelbar, dass Gronau trotz Ausstiegsbeschluss in Deutschland weiterhin Brennstoffe auch für sicherheitstechnisch problematische ausländische Atomkraftwerke herstellt“, begründete Remmel die Initiative mit anderen Bundesländern unter Federführung von NRW.

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