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Ergebnisse der Stadtteilkonferenz

Schüler wünschen bessere Toiletten und sichere Wege

Gronau

Schülerinnen und Schüler der Viktoria-, der Linden- und der Eilermarkschule wünschen sich gute Toiletten, mehr Handeln der Erwachsenen, um ihre Lebensgrundlagen zu sicher – und noch viel mehr. Das trugen einige jetzt den Kommunalpolitikern vor.

-rs-

Viele Schüler fühlen sich auf ihrem Schulweg nicht sicher genug – eine Erkenntnis der Stadtteilkonferenz. Foto: Jens Büttner

Wie sehen Kinder im Grundschulalter ihre Alltagsumwelt im Stadt-Osten? Welche Wünsche und Ideen haben sie, die von Politik und Verwaltung umgesetzt werden könnten? Fragen, die im Frühjahr auf der Agenda der Kinder- und Stadtteilkonferenz im Rahmen der Aktionswoche „Eine gemischte Tüte“ standen. Unter Federführung des Jugendzentrums St. Josef hatten sich Schülerinnen und Schüler der Viktoria-, der Linden- und der Eilermarkschule dazu Gedanken gemacht. Das Ergebnis des Partizipationsprojekts, das auf dem Kinderrecht der freien Meinungsäußerung und Beteiligung fußt, trugen einige von ihnen jetzt dem Jugendhilfeausschuss vor.

Schulwege sicherer machen

Um es vorweg zu sagen: Mit seiner eingangs geäußerten Anmerkung, er fände es erstaunlich, wie intensiv sich die jungen Konferenzteilnehmer mit dem Thema beschäftigt haben, sollte Jugendheimleiter Jens Poth recht behalten. Viele Verbesserungsvorschläge gehen dabei auf Sorgen und Ängste zurück. Auffällig: Immer wieder genannt wurden Themen wie Sicherheit von Schulwegen und Müllbeseitigung. Manches erinnert zudem an die Forderung der Bewegung „Fridays for Future“ an politische Entscheidungsträger, den Fokus ihres Handelns deutlich stärker als bislang auf den Schutz der Umwelt und die natürlichen Lebensgrundlagen zu legen.

Darüber hinaus trugen die jungen Vortragenden auch Wünsche vor: Die reichen von einem leistungsfähigeren schulischen Internetanschluss über die Einrichtung eines Freilaufs für Hunde bis hin zum Bau eines Abenteuerspielplatzes und/oder einer Trampolinhalle. Auf ihre jeweilige Schule bezogen wurden unter anderem der Zustand der Toiletten (Lindenschule), fehlende Überdachung des Schulhofs und morgendliches Verkehrschaos (Eilermarkschule) sowie zusätzliche Spielplatzelemente und die Einrichtung einer Fahrradstraße (Viktoriaschule) angesprochen.

Kritikpunkte abarbeiten

Lob äußerten die Konferenzteilnehmer mit Blick auf die guten Freizeitmöglichkeiten in der Stadt: Laga-Gelände, Hallenbad, Drilandsee und Sportangebote wurden aufgezählt.

Im Ausschuss fand der Vortrag ebenso viel Gehör wie Applaus. „Wir werden die Kritikpunkte abarbeiten“, versprach Burkhard John (CDU), bat aber um Verständnis dafür, dass man Zeit für eine Umsetzung brauche. „Es war wichtig, dass ihr als Betroffene selbst das so artikuliert habt“, nahm Andreas Raus (GAL/Die Linke) die Anregungen auf.

Indes: Nicht alles wird so ohne Weiteres realisierbar sein. So äußerte Fachdienstleiterin Brigitte Amshoff Zweifel, ob das Aufstellen weiterer Mülleimer das Müllproblem beseitigen kann („Wir haben ein riesiges Problem mit Missbrauch“). Und auch der Bau einer Trampolinhalle sei schwer umzusetzen („Wir brauchen Geld und einen Betreiber“).

Die Wünsche und Anregungen werden nun an die Fachdienste weitergeleitet. Zudem fasste das Gremium den Beschluss, dass sich auch der Ausschuss für Mobilität, Umwelt und Kultur explizit mit den Anregungen beschäftigen soll.

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