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Schulpolitik

Verwaltung stellt Pläne für Unterricht während des Umbaus der Overbergschule vor

Epe

Wo sollen die Kinder unterrichtet werden, wenn die schadstoffbelasteten Gebäudeteile der Overbergschule abgerissen werden? Bis der Neubau steht, dauert es ja eine ganze Weile. Der zuständige Fachdienst der Stadtverwaltung hat sich mit der Frage auseinandergesetzt und Vorschläge erarbeitet. Sie sollen am morgigen Mittwoch (2.2.) im Bau- und Planungsausschuss vorgestellt werden.

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Die Overbergschule in Epe soll abgerissen und neu gebaut werden. Das bringt die Frage mit sich, wo die Kinder in dem Zeitraum unterrichtet werden. Foto: Martin Borck

Als vorübergehender Ersatz für das Schulgebäude kämen Container in Frage. Allerdings wären laut Verwaltung über 100 Stück notwendig (nach Auskunft der Verwaltung allein jeweils fünf für einen Klassenraum einschließlich Lagerfläche), wenn die gesamte Schule ausziehen würde. Das allein stieße schon auf Probleme, da Container derzeit kaum verfügbar sind. Teuer wär‘s auch: Für die Schaffung und den Betrieb eines provisorischen Schulstandorts müsste mit zwei Millionen Euro gerechnet werden.

Und wohin mit den Containern? Auch wenn sie zweigeschossig aufgebaut werden, brauchen sie Fläche. Der Kirmesplatz würde sich anbieten – doch der liegt zum einen direkt an der stark befahrenen Ahauser Straße und zudem im Überschwemmungsgebiet der Dinkel. Die Container müssten technisch extra geschützt werden – was sehr aufwendig wäre.

Containerlösung auf dem Kirmesplatz oder Germania-Gelände?

Auch auf dem Areal der Germania wäre ausreichend Platz vorhanden. Allerdings ist dort die Altlastensituation noch nicht geklärt – und die städtebauliche Entwicklung des Terrains würde auf Jahre hinaus behindert oder blockiert.

Auf dem Schützenplatz Kloster stehen derzeit die angemieteten Container für die Euregio-Gesamtschule – und zwar in genau der Größenordnung, wie sie auch die Overbergschule benötigen würde. Nachteil hierbei: Der Riekenhofweg ist weit entfernt von der Overbergschule, der Schülertransport müsste also geklärt werden.

Außerdem war geplant, die Container nach Ende der Bauarbeiten an der Gesamtschule für die Buterlandschule zu nutzen, die ebenfalls neu gebaut wird. Zuvor müssten auch Gespräche mit dem Schützen- und dem Sportverein geführt werden, ob sie die Fläche weiterhin zu Verfügung stellen.

Denkbar wäre auch die Errichtung einer großen Containeranlage auf dem bestehenden Grundstück der Overbergschule am Kottker Esch. Ziel einer Auslagerung ist jedoch die bewusste Trennung von Schul- und Baubetrieb. Das wird auf diese Art nicht erreicht. Stattdessen kann auch, wie bisher von der Verwaltung angedacht, der Altbau, der durch emissionsmindernde Maßnahmen für die Restnutzungsdauer von bis zu fünf Jahren ertüchtigt worden ist, weitergenutzt werden.

Altbau am Kottker Esch vorerst weiternutzen

Die Verwaltung favorisiert aber die Lösung, dass die Schule das Gebäude am Kottker Esch vorerst weiter nutzt. Nach einem Teilabbruch des Bestands werden der größte Teil des Altbaus sowie das komplette Erweiterungsgebäude weitergenutzt, während an anderer Stelle des Grundstücks gebaut werden könnte. Dabei müsste nur stufenweise ein minimaler Anteil der schulischen Nutzung in einer kleinen Containeranlage (höchstens 20 Einheiten) untergebracht werden. Diese Anlage ließe sich auf den freien Bereichen des Grundstücks am Kottker Esch in eingeschossiger Bauweise organisieren. In einem zweiten Projektschritt könnte der Neubau bezogen werden, um das Erweiterungsgebäude freizuziehen und baulich in das neue Gesamtkonzept einzufügen. Nach dessen Inbetriebnahme könnte in einem letzten Abschnitt der Altbau zurückgebaut und der Schulhof neugestaltet werden.

Alternativ zur Einbindung des Erweiterungsgebäudes in die Neukonzeption könnte auch ein kompletter Schulneubau gedacht werden, so dass das jetzige Erweiterungsgebäude als eigenständiges Gebäude mit einer anderen Funktion (Kita, Familienzentrum oder ähnliches) auf dem Schulgrundstück erhalten bliebe.

Mit dieser Lösung würde nach Ansicht der Verwaltung ein guter Kompromiss mit vielen Vorteilen erreicht. Zumal das Erweiterungsgebäude aus den 1970er-Jahren in die neue Gesamtkonzeption integriert werden würde. Auch der Baumbestand würde geschont.

Den genauen Projektablauf wird die Bauverwaltung im Rahmen einer Präsentation in der Sitzung erläutern. Die Sitzung beginnt morgen um 18 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses.

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