Kulturstrolche-Projekt an der Lindenschule endet

Spannende Erfahrungen gemacht

Gronau

Kulturelle Vielfalt erleben. Neues entdecken, sich ausprobieren – drei Jahre hatten Schülerinnen und Schüler der Lindenschule dazu im Rahmen des Projektes „Kulturstrolche“ Gelegenheit. Anlässlich einer Abschlussveranstaltung präsentierten sie am Donnerstag in der Schule die Ergebnisse ihrer Arbeit.

Klaus Wiedau

Tänze, Drucktechniken und selbstgebundene Bücher präsentierten die Schüler der Lindenschule zum Abschluss des Projektes „Kulturstrolche“ in der Schule. Foto: Klaus Wiedau

Kulturelle Vielfalt erleben. Neues entdecken, sich ausprobieren – drei Jahre hatten Schülerinnen und Schüler der Lindenschule dazu im Rahmen des Projektes „Kulturstrolche“ Gelegenheit. Anlässlich einer Abschlussveranstaltung präsentierten sie am Donnerstag in der Schule die Ergebnisse ihrer Arbeit und dankten zugleich all denen, die diese neuen Erfahrungen ermöglicht hatten.

Schulleiterin Melanie Mönninghoff begrüßte Kinder, Künstler, Lehrer (Klassenlehrer Sandra Immink und Achim Aertken), Eltern und Vertreter von Kulturbüro GmbH (Initiator des Projekts vor Ort) sowie Bürgerstiftung (Sponsor) dazu in der Schule. Das Projekt ermögliche nicht nur das Kennenlernen verschiedener Kunstformen. Die während des Projektes gemachte Erfahrung, dass es in Sachen Kunst und Kultur unterschiedliche Ansichten und Wahrnehmungen gebe, lasse sich auch auf das menschliche Miteinander übertragen, so Mönninghoff. Insofern fördere das Projekt Verständnis füreinander, Respekt und Rücksichtnahme. Auch Otto Lohle (Kulturbüro) betonte die Bedeutung über das rein Künstlerische hinaus: „Man wächst mit solchen Dingen, lernt, sich etwas zuzutrauen und zu machen.“ Lohle und Mönninghoff betonten die unkomplizierte Zusammenarbeit und dankten der Bürgerstiftung, vertreten durch Stefanie Klaas, für die vergangenen – und die für die nächste Runde zugesagte – Unterstützung.

Danach war es Zeit für Auftritte der „Kulturstrolche“: Tänzerinnen und Tänzer präsentierten zunächst, was sie im Workshop mit Gika Buß-Engemann gelernt und trainiert hatten: Dass Tanz mehr ist als „nur“ Bewegung, sondern Lebensgefühl, Ritual, Therapie oder Gefühlsausdruck. Kurz: „Tanzen macht einfach glücklich“, so die Botschaft der Kinder. Und die wurde spürbar beim Tanz zum Titel Buddy. Als Zugabe gab es den Piratentanz.

Gemeinsam mit den Schülern ihrer Workshops stellten die Künstler Josef Lenz und Ines Ambaum ihre Projekte vor. Lenz hatte in den vergangenen Jahren mit mehreren Klassen an einem Projekt gearbeitet – das Ergebnis war als Werk „Baum auf der Insel“ zu bewundern. Ines Ambaum vermittelte ihren Schülern die alten Traditionen des Buchbindens und verschiedene Drucktechniken. Auch die Ergebnisse dieser Arbeit waren ausgestellt.

Mit der Abschlussveranstaltung an der Lindenschule endet die mittlerweile dritte Ausgabe des Projektes „Kulturstrolche“. Die Kulturbüro Gronau GmbH hatte das Projekt 2009 an der Martin-Luther-Schule und der Hermann-Löns-Schule für den Zeitraum von drei Jahren gestartet. Die Finanzierung erfolgte zunächst aus Mitteln des Kultursekretariates Gütersloh sowie aus Haushaltsmitteln der Stadt Gronau. Im Oktober 2012 wurde das Projekt für weitere drei Jahre durch eine Förderung aus Mitteln des „Bildungs- und Teilhabepaketes“ an der Eilermarkschule fortgesetzt. Diese Mittel standen im Frühjahr 2015 nicht mehr zur Verfügung. Eine Fortsetzung unter Finanzierung durch die Kulturbüros war nicht zu realisieren, so dass versucht wurde, das Projekt über Spenden zu ermöglichen. Erste Versuche verliefen zwar erfolgreich, scheiterten aber später an unterschiedlichen konzeptionellen Vorstellungen. Die Bürgerstiftung Gronau sprang ein und sicherte den Fortbestand des Projektes. Die dritte Ausgabe der „Kulturstrolche“ begann schließlich im September 2016 in der Lindenschule und endet jetzt.

Die Bürgerstiftung Gronau hat sich bereit erklärt, auch die vierte Ausgabe der „Kulturstrolche“ (dann wieder an der Martin-Luther-Schule) von September 2019 bis Juli 2021 finanziell zu unterstützen.

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