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Stadt Gronau ist gut vorbereitet

Erste Kriegsflüchtlinge werden versorgt

Gronau

Die Not ist riesig, weit über eine Million Menschen sollen sich bereits auf der Flucht vor dem Kriegs-Terror in der Ukraine befinden. Auch in Gronau sind die ersten Flüchtlinge, 95 Prozent davon Frauen und Kinder, „gestrandet“. „Jetzt geht es darum, dass sie nicht nur ankommen, sondern dass sie sich bei uns auch wohlfühlen“, beschreibt Gabi Könemann, Pressesprecherin der Stadt, die aktuelle Lage.

Von Martin Weßeling

Flüchtlinge aus der Ukraine kommen am Grenzübergang im polnischen Medyka an. Foto: Visar Kryeziu/AP/dpa

Die Bereitschaft auch Gronauer Bürger, den vom Krieg vertriebenen Menschen zu helfen, sei riesig, aber die Aufgabe eben auch extrem vielfältig. „Es gibt etliche Rückmeldungen von Gronauern. Dafür wollen wir uns noch einmal herzlich bedanken. Jetzt müssen wir sondieren und koordinieren. Teilweise stehen ganze möblierte Häuser zur Verfügung, dann aber auch wieder unmöblierte Wohnungen, gänzlich anders gestaltete Ferien-Pensionen oder einzelne Zimmer. Zudem muss man den Menschen, die zu uns kommen, nicht nur in dieser Hinsicht einen guten Start ermöglichen. Die meisten sind traumatisiert. Jeder Einzelfall ist individuell zu bewerten“, so Könemann, die klarmacht, dass die Stadt Gronau gut vorbereitet sei auf diese absolut spezielle Situation, man jedoch nicht alle Unwägbarkeiten auflösen könne.

Am heutigen Dienstag hat Bürgermeister Rainer Doetkotte Gronauer Institutionen zu einem Treffen eingeladen, um die vielen Hilfsangebote zu ordnen und zu klären, was noch gebraucht wird. Einer ersten Idee folgend sucht die Stadt nun Paten, die etwa sprachlich weiterhelfen können, Behördengänge begleiten, beim Einkauf helfen oder einfach nur da sind für ihre Gäste aus dem Kriegsgebiet. Könemann: „Es dürften noch deutlich mehr Menschen zu uns kommen.“

Aktuell laufe die Versorgung der Neu-Gonauer hervorragend, nur wisse man natürlich nicht genau, wie sich die Lage in ein paar Wochen darstellen wird. Ausschließlich Gronauer, die mit einem Wohnangebot helfen wollen, können sich unter der Mail-Adresse buergermeister@gronau.de direkt an die Verwaltung wenden.

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