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Verordnung übers Knie gebrochen

Stadt Gronau will Testkonzept für Niederländer mit und an der Euregio besprechen

Gronau

„Eine europäische Katastrophe.“ So nennt Norbert Ricking von der SPD das, was sich zurzeit an der deutsch-niederländischen Grenze in Sachen Corona-Testpflicht abspielt. Hier solle die Stadt in die Bresche springen, forderte Sebastian Laschke von der CDU im Haupt- und Finanzausschuss. Das sahen andere Mitglieder aber ganz anders.

Martin Borck

Die Bundespolizei kontrollierte nach Ostern auch an der Grenze nach Glane, ob Einreisende einen negativen test vorweisen konnten. Foto: mb

Die Corona-Testpflicht bei der Einreise aus den Niederlanden bedeutet für viele Menschen einen herben Einschnitt in die Bewegungsfreiheit. Viele jahrelang aufgebaute, intensive Kontakte würden derzeit unterbrochen, klagte Sebastian Laschke (CDU) am Mittwochabend im Haupt- und Finanzausschuss. Für viele Familien bringe die Testpflicht Härten mit sich – zum Beispiel wenn sie in Gronau wohnten, die Kinder aber in Glanerbrug oder Enschede zur Schule gingen. In den Niederlanden sind entsprechende Tests nicht gratis zu bekommen. Laschke schlug daher vor, dass die Stadt in Kooperation mit der Euregio ein Konzept für Schnelltests an der Grenze erarbeitet und dafür sowie für die Durchführung von Tests 10 000 Euro zur Verfügung stellt.

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