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Fahrradaktion vom 1. bis 21. Mai

Stadtradeln: Jeder Kilometer zählt

Gronau

Beim Stadtradeln geht es darum, 21 Tage lang möglichst viele Alltagswege klimafreundlich mit dem Fahrrad zurückzulegen. Gronau bringt beste Voraussetzungen mit, um im bundesweiten Städtevergleich gut abzuschneiden. Egal, ob man bereits jeden Tag fährt oder bisher eher selten mit dem Rad unterwegs ist: „Jeder Kilometer zählt – erst recht, wenn du ihn sonst mit dem Auto zurückgelegt hättest“, heißt es im Aufruf.

Martin Borck

Klimaschutzmanagerin Carolin Wicke, Bürgermeister Rainer Doetkotte, Katharina Detert (Stadtmarketing) und Gaby Könemann (Presseamt) werben fürs Stadtradeln. Rechts Stadtradeln-Star Hermann Nieratschker.                                                           Foto: Martin Borck/Stadt Gronau

Drei Wochen ohne Auto – Hermann Nieratschker will vom 1. bis 21. Mai ganz auf seinen Pkw verzichten. In diesem Zeitraum findet in Gronau nämlich das Stadtradeln statt – und der Fahrradbeauftragte geht mit gutem Beispiel voran: Er gab seinen Autoschlüssel im versiegelten Umschlag bei der Stadt ab – und kriegt ihn erst nach Ende des Aktionszeitraums zurück. Er wird regelmäßig in einem Blog über seine Erlebnisse berichten.

Stadtradeln-Star

Die Kampagne lebt jedoch nicht nur von diesem einen „Stadtradeln-Star“; es geht vielmehr darum, dass ein möglichst großer Teil der Bevölkerung mitmacht. Gronau und Epe sind ja sowieso fahrradaffin – es gibt mehr Fahrräder als Einwohner in der Stadt. Und in Zeiten von Corona wird Rad gefahren, was das Zeug hält. Die Aktion „Ab auf die Fiets!“ am vergangenen Wochenende in Epe war ein gutes Beispiel. „Selbst Paohlbürger entdecken dabei Ecken, die sie vorher noch nie gesehen haben“, gibt Katharina Detert vom Stadtmarketing die Eindrücke einiger Teilnehmer wieder.

Beste Voraussetzungen also, um beim Stadtradeln im bundesweiten Städtevergleich gut abzuschneiden. Es geht darum, 21 Tage lang möglichst viele Alltagswege klimafreundlich mit dem Fahrrad zurückzulegen. Egal, ob man bereits jeden Tag fährt oder bisher eher selten mit dem Rad unterwegs ist. „Jeder Kilometer zählt – erst recht, wenn du ihn sonst mit dem Auto zurückgelegt hättest“, heißt es im Aufruf.

Bis Dienstagvormittag hatten sich 455 Menschen aus Gronau und Epe registrieren lassen. Man kann einem der bislang 73 Teams und 15 Unterteams beitreten oder ein eigenes gründen. Einzelradler können sich der „offenen Gruppe“ anschließen. „ Die Aktion startet am 1. Mai – was aber nicht heißt, dass man sich nicht auch danach noch anmelden kann“, sagt Kira Dingeldey, Pressesprecherin der Stadt. Das ist bis zum 21. Mai möglich.

Kira Dingeldey, Sprecherin der Stadt

Allerdings hat, wer sich jetzt noch registriert, keine Chance mehr auf die Tüten mit kleinen nützlichen Geschenken, die das Stadtmarketing für die ersten 200 Anmeldungen ausgelobt hatte. Die Gewinner werden benachrichtigt.

Einige Schulen haben sich ebenfalls registriert und werden beim NRW-weiten Wettbewerb „radaktive Klasse“ mitmachen, wie die Klimaschutzbeauftragte Carolin Wicke sagt. Sie hofft darauf, dass die Teilnehmer auch über den Aktionszeitraum hinaus weiter das Fahrrad nutzt statt des Autos, und damit der Ausstoß des klimaschädlichen CO vermieden wird.

Die Kilometer können auf dem Weg zur Arbeit, beim Ausflug oder auf dem Weg zum Einkaufen gesammelt werden. Eine weitere Möglichkeit: die Schnitzeljagd des Stadtmarketings über die App Actionbound (gronau-inside.de).

Auf der Internetseite stadtradeln.de/gronau kann man die Ergebnisse verfolgen. Dort oder in der Stadtradeln-App kann man sich auch registrieren.

Zur Verbesserung der Fahrradfreundlichkeit gibt es die Beteiligungsplattform „Radar!“ Über sie können die Radelnden Schlaglöcher, plötzlich endende Radwege oder eine unübersichtliche Verkehrsführung direkt in einem digitalen Stadtplan melden.

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